Fotoserie: Markante Porträts von Obdachlosen

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Schonungslose Realität – das zeigen uns die Porträts, die Lee Jeffries von Obdachlosen gemacht hat. Falten, Bartstoppel, verfilztes Haar, schmutzige Finger und endlos traurige Augen sind Merkmale eines fehlenden Zuhauses, kein Weichmacher, kein Retuschefilter beschönigt hier irgendwas. Wahrscheinlich kennt der britische Fotograf seine Modelle nicht näher, und doch geben seine Bilder uns einen tiefen, sehr intimen Blick ins Innerste dieser Menschen frei – sie scheinen sich uns zu öffnen.

Eigentlich begann Lee seine Karriere mit Sportfotografie. Nach einem Spiel in London traf er ein junges, obdachloses Mädchen, das ihn so sehr faszinierte, dass er sie fotografieren musste. Ab da wurden Obdachlose zu seinem zentralen Motiv, er trifft seine „Lost Angels“ in den USA und Europa und begeistert das Publikum mit seinen markanten Porträts in Bildbänden und zahlreichen Ausstellungen.














Copyright by Lee Jeffries

4 Kommentare

  1. Hallo zusammen.

    Die Bilder sind schwerstens bearbeitet und nicht wie im Artikel vermerkt – unbearbeitet.

    Was auch nicht interessant ist, was bekommen die Obdachlosen dafür, sind sie einverstanden, haben sie überhaupt verstanden was mt diesen Bildern passiert und ist ihnen die Tragweite erklärt worden? Viele Fotografen machen sich die Hilflosigkeit dieser Menschen zu nutze.

    Hier wünsche ich mir mehr Recherche, bevor etwas verbreitet wird.

    Bis dahin
    Projekt5

    • Wir können nicht einschätzen, in wiefern der Fotograf die Obdachlosen belohnt hat, wäre sicherlich auch schwer rauszubekommen. Was ist angemessen? Das Thema ist immer schwierig, ich selbst kenne einige Fotografen die für ein Foto ein Essen spendiert haben, oder 50€ zugesteckt haben. Natürlich wird ein Fotomodel anders bezahlt, aber die Aufmerksamkeit kann auch einiges bringen und ich finde es wichtig das auch solche Fotos gezeigt werden.

  2. Das ist doch gar nicht schwer heraus zu bekommen: Man schreibt den Fotografen an und bittet um Stellungnahme.

    Einfach mal schnell einen Artikel rauszuwerfen geht natürlich schneller, jedoch auf Kosten der Qualität. Gutem Journalismus geht immer die Recherche vorraus.

    • OK! Versuch das mal eine Woche lang. Du hast dann hunderte offene Themen und bei 80% bekommst du keine Antwort. Im Idealfall kommt nach einer Woche eine Antwort, dann ist das Thema aber schon durch alle Kanäle durch und vollkommen veraltet. Ist nicht in unserem Sinne.

      Du kannst es gern für uns rausbekommen, dann tragen wir es natürlich noch nach.
      Beste Grüße

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