Frisiert – mit femininen Stickereien Kapitalismuskritik üben

Noora Schroderus liebt Dinge aus bunten Fäden. So fertigt die finnische Künstlerin ihre Werke in traditioneller Handarbeit und doch sind sie alles andere als altbacken. Das liegt vor allem an der Überlagerung verschiedener Motive und Texturen. Mit Nadel und Faden verziert sie nämlich keine spitzenbesetzten Deckchen, Beutel oder Platzsets, sondern lieber Geldscheine.

Kurzerhand hat sie bekannten Banknotengesichtern wie Queen Elizabeth II. oder Präsident Abraham Lincoln eine neue Frise verpasst. Um die bloße Verballhornung der Repräsentanten der Macht ging es jedoch nicht (nur). Vielmehr sollte der Domäne von Politik und Geld ein kindlich-unschuldiges Symbol gegenübergestellt werden. Schaut man sich die Stickereien genauer an, fallen die Ähnlichkeiten zur Haarpracht von weiblichen Disney-Charakteren wie Arielle und Cinderella auf. Trotz der verspielt witzigen Optik ist Noora die Kapitalismuskritik durchaus ernst. So versetzt sie dem Profitmotiv mit buntem Garn einen Stich.








(via) Copyright Noora Schroderus

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein