Gar nicht so zerbrechlich: Waffen wie aus Porzellan

Gar nicht so zerbrechlich: Waffen wie aus Porzellan 1
Screenshot Instagram

Helena Hauss hat sich mit aufwändigen Kugelschreiber-Zeichnungen einen Namen gemacht. Für ihr Projekt „Hell Hath no Fury“ hat sie jedoch Papier gegen etwas getauscht, das wie Porzellan aussieht, um Skulpturen zu fertigen. Das Ergebnis sind handbemalte Waffen, die ein wenig an das gute Meißner in Omas Vitrine erinnern, aber in Wahrheit aus PU bestehen.

Der Kunststoff macht die Waffen weit weniger zerbrechlich, als sie aussehen. Und genau darum geht es Hauss. Ohne zu politisch zu werden, wirft die Künstlerin einen Blick auf das sogenannte „schwache Geschlecht“ und Formen der Weiblichkeit. Denn Frauen wirken am besten zart, zierlich und immer ein bisschen zerbrechlich, so zumindest das Klischee. Innen drin sieht es aber oft ganz anders. Dort brodelt die Wut und wächst Stärke zu Mut heran.

In der Vergangenheit, aber auch heute noch wurden Frauen oft herabgewürdigt, misshandelt und kleingehalten. Daran ändert auch eine Frauenquote in Spitzenpositionen nichts. Mit ihren robusten Waffen, die lediglich filigran wirken, bewegt sich Hauss weg von der bloßen Verletzlichkeit und Verletztheit der Frau.

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(via) Copyright Helena Hauss I Teaser Screenshot Instagram

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