Gastbeitrag: Flirte auf deinem Smartphone

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Wie das daten mobil wurde – Singles nutzen weiterhin fleißig das Internet um einen Partner zu finden. Von der großen Partnervermittlung bis hin zum kleinen Nischenportal soll für jeden etwas dabei sein, im Online-Dating Dschungel. Die Dating-Börsen sind immer gleich aufgebaut:

  • Man erstellt man sein persönliches Profil
  • schreibt seine Kontaktanzeige und
  • sucht in einer riesigen Datenbank nach potentiellen Flirt-Kandidaten – oft bundesweit.

In Online-Partnervermittlungen muss man meistens noch einen längeren Persönlichkeitstest ausfüllen, um die passenden Matches zu finden. Damit sind die traditionellen Dating-Portale schon fast wieder etwas altbacken und zu langsam für die digital Natives. Per App wollen Dating-Portale wie neu.de und friendscout24 auch die Generation Smartphone für sich gewinnen. Allerdings sind diese Apps eher mobile Versionen der großen Webportale. Mobiles Dating geht jedoch heute anders.

Was bieten Flirt-Apps?

Mobile Dating-Apps setzen darauf, die Umgebung nach passenden Flirtpartnern zu scannen. Man flirtet schnell über’s Smartphone und trifft sich gleich im Real Life. Ihren Ursprung hat diese Form des Datings in der Schwulenszene. Seit 2009 gibt es dort die Dating-App Grindr. Damit können homo- und bisexuelle Männer ganz einfach Partner in ihrer Nähe finden und sich zum Date verabreden. Das Konzept, per App Leute in der unmittelbaren Umgebung zu treffen, wurde enorm populär. Start-Ups zogen in Sachen Dating-App schnell nach, erweiterten das Ganze und entwickelten Anwendungen für viele Zielgruppen. Dabei sind die User nicht generell auf ein schnelles Abenteuer oder einen One-Night-Stand aus. Man will flirten, neue Leute kennen lernen und Leute finden, die zu einem passen. Zugegeben: Manche nutzen Dating-Apps einfach nur aus Spaß.

Die beliebtesten Flirt-Apps

Tinder: Tinder ist der neue Mobile-Flirt-Trend aus den USA, der gerade Deutschland erobert. Das Flirt-Tool funktioniert mit Android und iOS und ist gratis erhältlich. Einfach und schnell – das ist die Devise beim mobile Flirt. Einen Account braucht man für die App nämlich nicht, über Facebook ist man mit dabei. Aus dem sozialen Netzwerk zieht die App Fotos von Tinder-Usern in der Umgebung und zeigt sie auf dem Display. Nach dem Top-oder-Flop-Prinzip bewertet der User die Fotos auf den ersten Blick. Gefällt Dir jemand, tippst Du auf das grüne Herz (Like). Ist eine Person eher uninteressant, dann klickst Du mit dem roten Kreuz das Bild weg. Noch einfacher geht es mit der Wischgeste: Ein Wisch nach rechts heißt „Like“, ein Wisch nach links bedeutet „Nope“. Wenn Dir ein Bild gefällt und diese Person mag Dein Bild auch, dann hast Du einen Match. Über die App könnt Ihr dann flirten, Euch verabreden und kennen lernen. (Wenn Du jemanden ablehnst, erfährt die Person nichts davon.) Kritiker meinen, dass Apps wie Tinder zu sehr das Äußere in den Vordergrund rücken. Dabei geht es nicht nur um Selfies oder Profilfotos. Auf Tinder kannst Du auch besondere Momente mit Deinen Matches teilen, die Du mit der Kamera Deines Smartphones festgehalten hast.

Twine Canvas: Die iPhone-App Twine Canvas legt dagegen mehr Wert auf die Persönlichkeit. Auch hier brauchst Du einen facebook-Account für die Anmeldung. Du gestaltest eine Bilderwand mit Motiven, die Dich ausmachen, wie z.B. Deine Hobbies, Interessen, Lieblingsessen, Lieblingsorte usw. Du kannst durch die Bildcollagen von Leuten in Deiner Flirt-Umgebung blättern und per Klick zeigen, dass sie Dir gefallen. Ähnlich wie bei Tinder kommen 2 Leute in Kontakt, die sich gegenseitig mögen. Dann werden die Profilbilder und der Chat freigeschaltet. Für einen guten Start im Chat ist auch gesorgt. Das sogenannte „Ice-Breaker“-Feature schlägt Fragen für’s erste Chat-Date vor.

Lovoo: Diese App ist kostenlos im Google Play Store und im App Store verfügbar. Mit dem „Live-Radar“ findest Du Lovoo-User in Deiner Umgebung. Außerdem gibt es ein Match-Spiel, das ähnlich wie Tinder funktioniert. Aus den Fotos von verschiedenen Mitgliedern wählst Du, ob Dir die Person gefällt oder nicht. Gibt es ein Match, ist der Chat frei für’s Kennenlernen und Verabreden. Aktuell nutzen über 12 Millionen User die App und täglich werden es mehr. Anmelden kannst Du Dich per E-Mail und über das soziale Netzwerk. Für ein sicheres Flirterlebnis sorgt die Verifizierungsoption. Damit kannst Du Dir sicher sein, dass die Person, mit der Du chattest auch wirklich diejenige ist, die auf dem Profilbild zu sehen ist. Überhaupt haben die Entwickler dafür gesorgt, dass sich die User sicher fühlen können. Man entscheidet selbst, ob man seinen Standort offen legt und mit wem man sich verbindet. Kostenpflichtig bei Lovoo ist die VIP-Mitgliedschaft.


Tinder & Co.
bringen Speed ins Online-Dating. Flirt-Partner findet man per Radarsensor in der unmittelbaren Umgebung. Selbstverständlich will nicht jeder User einer Flirt-App, die große Liebe finden. Flirt-Match-Spiele wie Tinder machen Spaß und sind ein netter Zeitvertreib.

Ein Gastbeitrag von: Jenny Gebel arbeitet für die Online-Redaktion der Vergleichsplattform Netzsieger.de. Sie interessiert sich für Social Media, Museen, Musik, Schottland und Sprachen und lebt seit 2006 in Berlin.
Bildquelle: Assassin de la police (CC)

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