Gastbeitrag: Innovative Designermöbel von Philipp Mainzer

Architektur Möbel - 14. Jan. 2013 von Andreas // Kommentare

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In den Liebhaberkreisen von Designermöbeln ist er längst eine feste Größe – Philipp Mainzer. Der 1969 in Hamburg geborene Designer und Architekt gehört zu der kleinen Gemeinschaft von Designern, die nicht nur mit einer einzigen oder ihrer ersten Designlinie große Erfolge feiern konnten.

Viele Jahre später nach seinem fulminanten Start in London steht das von ihm geführte Label e15 noch oder gerade heute für stets neue und innovative Stilmöbel und kann mit vielen Auszeichnungen aufwarten. Weitere markante Merkmale der Möbelstücke sind die Sorgfältigkeit und die hohe Gewichtung, die Philipp Mainzer neben dem Design selbst in die Auswahl der erlesenen Materialien sowie deren erstklassiger Verarbeitung einbringt.


Die Geburtsstunde von e15 – ein Glücksfall oder vielleicht auch nur pure Konsequenz aus der Passion Design

Schon der schulische und berufliche Werdegang von Philipp Mainzer sind außergewöhnlich. Nach seinem Abitur beschließt der gebürtige Hamburger nach London zu gehen, um dort zu studieren. An der Central Saint Martins University studiert er Produktdesign, um anschließend noch ein zweites Studium in Architektur an der Architectural Association University zu belegen.

In London gründet er dann im Jahr 1995 zusammen mit Thomas Asche die heute renommierte Design-Schmiede e15, benannt nach der Postleitzahl des Ostlondoner Stadtviertels, in dem das Designerunternehmen firmierte. Zeitnah entwirft er mit dem Holzhocker „Backenzahn“ und dem massivem Eichentisch „Bigfoot“ die ersten legendären Möbelstücke.

Die beiden Wohnmöbel gelten ihrer Zeit als weit voraus und erwiesen sich schnell als großer Erfolg. Das große Interesse an den beiden Möbeln erhielt dann e15 zunächst auch am Leben.

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Diversität und frischer Wind

Obwohl der Erfolg kontinuierlich größer wurde, entschied er sich für einen Schritt, der schon anderen großen Designern im Nachhinein half, sich noch besser zu etablieren. Er ging nach New York, um hier als Architekt zu arbeiten. Dadurch erhielt er Einblicke in eine völlig neue Umgebung aus einem gänzlich anderen Blickwinkel. Er kam nach Deutschland zurück, um hier mit seiner Frau Farah Ebrahimi, einer iranischen Designerin, e15 weiterzuführen.

Diese brachte ihre Kreativität ebenfalls deutlich spürbar in e15 ein. So trägt die 2002 kreierte Kommode „Fatima“ nicht grundlos einen orientalischen Namen. Ein weiterer preisgekrönter Meilenstein sollte dann 2006 das Sofa-System „Shiraz“ werden, welches er ebenfalls zusammen mit seiner Frau entwarf.

Später meinte Philipp Mainzer dazu, dass es, ähnlich wie beim Hocker „Backenzahn“ und beim Tisch „Bigfoot“ auch beim Sofa „Shiraz“ diese Ausdrucksform in Material und Form noch nicht gab. Mit dieser Meinung stand er dabei gewiss nicht alleine, wurde das Sofa „Shiraz“ doch 2007 mit dem Deutschen Designpreis ausgezeichnet.

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Das muss ein echter Philipp Mainzer sein!

Ein Jahr zuvor erhielt e15 in Köln bereits den Interior Innovation Award Cologne. Es sind nicht nur die Materialien selbst, auf die Mainzer großen Wert legt. Nicht nur, dass Hölzer wie Eiche und Nussbaum verwendet werden, die bis dahin eher ein Schattendasein in der Designwelt führten.

Auch bei der Bearbeitung der Materialien ist der Erhalt der Natürlichkeit der Hölzer mit all seinen gewachsenen Astlöchern und zum Teil ausschließlich gebürstetes Holz ein Markenzeichen der ansonsten eher minimalistischen Designs.

Gerade das haucht den Stücken aber das innovative Flair ein, denn einfach nur klare Linienführung ist schon lange nichts Besonderes mehr. Vielmehr erschafft e15 durch die bewusst sanfte Bearbeitung und Inszenierung des Naturprodukts Holz erst den gewissen Reiz.

Erst dadurch wird das ansonsten schlichte Design trotz seiner gefühlten Einfachheit zum wahren Eyecatcher und die Symbiose Design und Material zum genialen e15 und Philipp Mainzer Erkennungsmerkmal – echte Innovation „Made in Germany“ eben.

Tipp:
Einige Kreationen finden Sie zum Kauf unter www.topdeq.ch.

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Copyright by Philipp Mainzer
Photography: Ingmar KurthMartin Url


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