Greenpeace: Virales Schockvideo gegen KitKat von Nestlé

Viral - 18. Mrz. 2010 von Andreas // 9 Kommentare

Greenpeace: Virales Schockvideo gegen KitKat von Nestlé - kikane

Da wird dem ein oder anderen wohl das nächste KitKat im Hals stecken bleiben, nachdem er das Video hier gesehen hat. Eine der gefürchteten Kampagnen von Greenpeace trifft gerade mit voller Wucht den Hersteller Nestlé. Greenpeace wirft Nestlé vor, für KitKat Palmöl aus Indonesien zu beziehen, für welches der dort noch verbliebende Regenwald weiter abgeholzt wird.

Und in Zeiten von Social Media reicht ein gut gemachtes und schockierendes Video über ein brisantes Thema, und schon verbreitet es sich von alleine wie ein Strohfeuer. Und wenn dann noch eine unglücklich agierende PR-Abteilung hinzukommt, ist der PR-Super-GAU für ein Unternehmen wie Nestlé, das eben vor allem sein Geld mit besonders heiklen Produkten wie Nahrungsmitteln macht, perfekt.

Was war passiert? Nachdem Greenpeace das Video erstmals auf YouTube hochgeladen hatte, reagierte Nestlé relativ schnell und und liess das Video wieder löschen, wegen Copyright-Verletzungen. Und alle die diesen Blog lesen können sich denken, was das auslöste: das Video wurde in diversen Videoportalen natürlich erst recht wieder hochgeladen, wurde durch die versuchte Löschung noch einmal doppelt so interessant und verbreitete sich damit noch schneller über Facebook, Twitter und Co., sodass Nestlé eigentlich keine Chance mehr hatte, das ganze noch rechtzeitig richtig zu stellen oder zu intervenieren.

Also ich frage mich immer wieder … so langsam dürfte sich der „Steisand-Effekt“ doch mal weitgehend herumgesprochen haben?! Dass gelöschte Videos im Internet erst recht wieder auftauchen und noch interessanter werden, ist doch wirklich kein Phänomen, dass man erst seit kurzer Zeit kennt.

Und egal, ob die Anschuldigungen jetzt wahr oder falsch sind … beim Genuss des nächsten KitKats werden sich sicherlich viele an den Gorilla-Finger erinnern, in den sie da beissen. Und damit dürfte das Ziel von Greenpeace erreicht sein, auch durch die geschickte Ausnutzung von Social-Media-Diensten und einem Unternehmen, dass perfekt in die Streisand-Falle getappt ist.

(Kampagnenseite von Greenpeace | Stellungnahmen von Nestlé | via)


9 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Haiko sagt:

    Richtig übel das Video! Aber nur so erreicht man halt die Menschen. Da hat Greenpeace echt Ahnung was das angeht.

    Was ich aber noch übler fände, wäre, wenn die Anschuldigungen gar nicht wahr wären. Und dann muss sich Nestle natürlich auch wehren. Aber löschen ist da echt der falsche Weg!

  • Marion sagt:

    Hallo Haiko,
    als langjährige Aktivistin kann ich Dir sagen, dass diese Info stimmt! Aber es ist nicht nur Nestle, es sind auch all unsere Papierprodukte (Kopierpapier, Klopapier, Servietten, Küchenpapier, Taschentücher, Schulhefte….., Sperrholzplatten, Kartonagen….), es sind unsere Tiefkühlprodukte, vornweg Pizza, generell unsere Schokolade, Magarine…; überall wo gehärtete Fette darauf steht. Seife, Creme…, Waschmittel (auch das Neue „Terra“, für das Ester Schweins Werbung macht, die Frosch-Produkte, Ariel, Persil…..
    Es ist unser Fleichkonsum: Sojafutter, Leder und Steak von Argentinischem Rind…
    ALLE können wir etwas gagegen unternehmen!

  • Aitschiq sagt:

    Liebe Marion …

    und WAS bitte unternehmen, wenn gerade auch so Produkte, die sich umweltfreundlich und „fair“ schimpfen, Deiner Aussage nach auch alle betroffen sind? Nur noch Haferkleie und Grünkern-Buletten futtern?
    Oder dann doch lieber verhungern .. oder auf alles verzichten? Dreckig rumlaufen? Denn mit Seife darf man sich dann ja scheinbar auch nicht mehr waschen? Die Klamotten ja wohl auch nicht …

    Sorry, aber wenn ich Deine Auflistung so lese … und die Politik und Wirtschaft anschaue … wer kann sich dem überhaupt entziehen? Gerade wenn man eben nicht die drei mal so teuren Produkte aus dem Regional-Bio-Laden kaufen kann, weil man sie sich schlichtweg nicht leisten kann. Denn hier wird genau DAS auch ausgenutzt und mit dieser Schiene Geld gescheffelt. Ist das denn unterstützungswürdig?

    Ich denke, dass hier ganz anders angesetzt werden muss. Wenn, dann gibt es nur politische Lösungen für solche Probleme. Aber wie korrupt Politiker sind .. und wie schnell sie es werden, besonders diejenigen, die sich noch anfangs als die großen Protestler und Reformer hinstellen. Sind sie dann mal am Hebel, dann werden sie genauso machthungrig, wie alle anderen .. und schwimmen im Strom.

    Sorry, aber in meinen Augen ist solcher Boykott-Aufruf .. bzw. die Beteiligung daran vergebene Liebesmüh.
    Gibt es denn EIN Beispiel, wo durch Aufrufe und „Kunden“-Boykott etwas geändert wurde?

  • Heike sagt:

    Hallo,
    nun muss ich auch mal was sagen.
    Gerade komme ich von einem Fest, da gab es Kit Kat.
    Gastgebers Tochter( 10 ) sagte, dass sie das nicht isst, weil ein Gorilla drin ist.
    Ich fragte ungläubig was sie damit meint, und erfuhr, dass ihr großer Bruder ein Video gesehen hat, wo Kit Kat ein Gorillafinger ist. Und Blut sei auch drin.
    Ich recherchierte und sah dieses Video und ich muss sagen, es ist widerlich.
    Muss soetwas sein? Wird die Menschheit/Kinder so verarscht und die Kinder so verwirrt?
    Egal wer was macht, diese Sache ist eine Schweinerei! Pfui!
    Heike

  • rollinger sagt:

    @Heike: Ja so etwas muß sein, weil die Realität noch viel schlimmer ist. Es müsste sogar noch schlimmer sein!
    Es ist wie es ist. Und Konzerne wie Nestlé unterstelle ich das Übelste. Wer die Vermarktung von Trinkwasser in solche Höhen treibt hat eine vors Maul verdient.
    Informieren Sie sich richtig liebe Heike, Sie werden staunen, denn das Leben ist kein Ponyhof.
    Ihre Tochter aber ist schlau!

  • […] Nestlé? Der Konzern verhielt sich ganz im Sinne der old economy: Erst wurde das Video bei YouTube gelöscht (vergeblich, da sich digitale Inhalte unkontrolliert weiterverbreiten und unnötig, da dieses […]

  • […] die sich für eine sozial, politisch und ökonomisch gerechtere Gesellschaft einsetzt. Wie schon Greenpeace, macht sich nun auch die Organisation stark gegen Lebensmittelproduzent Nestlé, zu dem auch […]

  • […] kämpfen. Denn die Marke gehört zum Unternehmen Nestlé, das seit jeher in der Kritik ist (siehe Greenpeace gegen KitKat oder Solidar Suisse gegen Nespresso). Ob sich in puncto Fairtrade mittlerweile etwas getan hat, […]

  • […] aus Regenwaldzerstörung kauft – und zwar Procter&Gamble. Ihr erinnert euch vielleicht: KitKat bzw. Nestlé standen genauso in der Kritik. Deshalb haben die Greenpeace-Leute ihren eigenen Spot für Head […]

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