Großartiges Wegschmeißen – uroboro der Kompost für zu Hause

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Wir Deutschen sind verschwenderisch. Wenn etwas im Angebot ist, greifen wir gleich zwei Mal zu. Ungeachtet dessen, dass nachher die Banane braun wird und doch im Müll landet. Schlimmer noch, eine aktuelle Studie des WWF zeigt, wir schmeißen offenbar nicht nur Verdorbenes, sondern auch noch essbare Lebensmittel weg: 313 kg pro Sekunde allein in Deutschland. Zugegeben, der Großteil dieses „Müllbergs“ der andernorts Hunger stillen könnte, fällt auf Großkunden wie Gastronomie und Lebensmittelvertrieb zurück. In ganz Deutschland schießen daher Foodsharing-Projekte und Dumpster-Bewegungen wie Pilze aus dem Boden – und das ist gut so.

Der portugiesische Designer Marco Balsinha hat nun einen äußerst dekorativen Weg gefunden, auch den tatsächlichen Lebensmittelmüll, also Kartoffelschalen, Verdorbenes und andere Bio-Abfälle nutzbar zu machen. Uroboro heißt der Kompost für den Hausgebrauch. In einem mehrstufigen System werden Bio-Abfälle mithilfe von Regenwürmern und Fermentation zu Humus heruntergebrochen.

Das Design des Terrakotta-Kompost-Turms orientiert sich an der natürlichen Form eines Baums. Jedoch kommt es bei uroboro vor allem auf Funktionalität an. Die natürlichen Materialien schauen nicht nur gut aus, sondern schließen vor allem zuverlässig Gerüche und Flüssigkeit ein. Im untersten Teil des Hauskomposts sammelt sich das Wasser, das bei Bedarf abgelassen werden kann. Darüber befinden sich die zwei eigentlichen Kompost-Einheiten. Oben drauf sitzt in einem Keramiktopf die Zimmerpflanze nach Wahl. Im Zuge des Kompostierens sinkt die Pflanze tiefer in den uroboro. Seitlich angebrachte Markierungen zeigen den Kompost-Fortschritt an. Endlich ist das Gärtnern auch in der Stadtwohnung möglich!










Copyright by marco balsinha (via)

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