HDRI: 1000 Möglichkeiten – ein Ergebnis

klonblog-005-Jim Nix

Wer kennt das Problem nicht von euch? Ihr geht zum Beispiel im Sommer spazieren und habt eure Kamera dabei. Da entdeckt ihr ein tolles Motiv, stellt alles soweit ein und fotografiert. Leider ist das Licht sehr hell und das Motiv steht in einem dunklen Bildabschnitt. Stellt ihr nun die Kamera auf das Motiv ein, ist der helle Hintergrund überbelichtet, korrigiert ihr den Hintergrund, ist das Motiv dunkel. Oder nehmen wir Nachtaufnahmen von Skylines. Ihr belichtet die Bilder lange, damit kein Schwarz mehr darin ist…und was passiert? Die Lichter „fressen aus“ – sprich sind viel zu hell. Abhilfe bringt da eine Belichtungsreihe, die die einzelnen Tonwerte und Helligkeitsbereiche im Bild entsprechend betont. Legt man die einzelnen Bilder übereinander und „nimmt“ sich jeweils das Beste raus erhält man ein Hochkontrastbild bzw. ein sog. HDRI. HDRI steht für High Dynamic Range Image.

Natürlich gibt da noch eine Menge Feineinstellungen in diversen Fotoprogrammen, aber das Prinzip ist das Gleiche. Ein Fotograf, den ich euch heute vorstellen möchte, hat eine Serie darüber herausgebracht: Jim Nix aus Austin, USA. Der Blogger und Fotograf macht seine Fotos auf seinen vielen Reisen. Einige Bilder finde ich sehr gelungen. Zum Beispiel das Titelbild: Hier stimmt die Bildaufteilung und die Stimmung passt. Das Zusammenspiel der Helligkeiten und Farben passt ebenso. Dann gibt es irgendwie auch andere Bilder, wo ich mich frage „Warum HDR?“ Zum Beispiel den Wal, oder die Scheune. Grade beim Wal sehe ich keinen Grund für HDR bzw. das Bild mit in die Serie zu nehmen. Da würde auch eine normale Aufnahme reichen.

Ich meine, man kann es natürlich machen, aber das ist so, als würde man mit einem Sportwagen durch eine 30er-Zone fahren. Er nutzt da nicht seine Möglichkeiten, die er hat und das finde ich schade. Trotzdem eine schöne Bildserie, wie ich finde. Was meint ihr? Seid ihr anderer Meinung? Macht ihr selber HDRIs? Oder mögt ihr diese Art Bilder gar nicht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(via)

Copyright by Jim Nix

7 Kommentare

  1. Sorry, aber das ist doch nur das typische 08/15-Effektgeballer, das sich zu tausenden in den fotocommunities und 500px-Websites dieser Welt tummeln.

    Phtomatix angeworfen und mit Tonemapping drübergeballert. Mehr sind die Bilder nicht. Das war vor drei Jahren mal cool und thenextbigthing, aber jetzt macht das doch jeder Hobbyfotograf mit seiner Samsung-Knipse.

    HDR hat so viele Möglichkeiten, warum zumm Geier muss es immer in solcher Effekthascherei enden?

  2. Ich habe den Eindruck an HDRIs scheiden sich oft die Geister. Viele übertreiben es glaube ich auch mit den Kontrasten, Farbensättigungen und Schärfen, dass das Bild im Endeffekt total abstrakt aussieht und mit einem Foto nichts mehr zu tun hat.

    Ich finde wie gesagt seine Bilder ganz okay. Es gibt bestimmt auch Leute, die das toll finden, aber meine Welt ist es auch nicht.

    Beste Grüße

  3. Ich bin nie ein großer Fan von HDR gewesen, weil der Effekt von den meisten Leuten viel zu extrem eingesetzt und das Ergebnis dadurch unnatürlich wird. Das ist auch bei den meisten der gezeigten Bildern der Fall. Lediglich das vorletzte Bild gefällt mir, weil dort auch die Farben des Motivs und des Himmels sehr schön zusammenspielen.

    Bei vielen Bildern finde ich es unsinnig, ein HDR zu erstellen, nur damit am Ende am Rand des Bildes ein Farbklecks entsteht, der dann vom Hauptmotiv eigentlich nur ablenkt..

  4. ein blogpost der HDRI vorstellt? 2013? Hatte beim lesen irgendwie das Gefühl das da ein Artikel von vor 5-6 Jahren hochgerutscht ist. Heutzutage kann jede Kamera und jeden Smartphone HDR Bilder auf Knopfdruck erstellen, ja sogar Google Glass. Diese sehen auch weitaus natürlicher aus als so eine Saturationsbombe (Saturartion = Farbsättigung, klingt aber nicht so besserwisserisch ;) ). Aber geschmäcker sind ja bekanntlichermaßen verschieden.

  5. Also ich mag HDR eigentlich sehr gerne, wenn sie nicht so „overcooked“ sind. Ich glaube aber, dass für HDR das gleiche gilt wie für alle Fototechniken – man kann es nicht bei jedem Bild einsetzen. Landschaften gefallen mir mit HDR gar nicht, Städte oder verfallene Gebäude mag ich sehr …
    Lg Jessica

  6. Also ist ja irgendwie süß mit der HDR-Vorstellung, im Jahr 2013. Aber die Bilder sind ja wirklich unterdurchschnittlich. Vor allem so viel Schärfe und Sättigung, so dass die Bilder wirken wie gezeichnet und das sollte ja nicht das Ziel von HDR-Bildern sein. Ok kann es sein, aber ich mag es nicht.

  7. Das sollte keine HDR-Vorstellung werden, aber es gibt ja auch Leute, die sich hobbymäßig mit Fotografie beschäftigen und halt noch nie etwas von HDRIs gehört haben – und für die war die Einleitung. Die anderen können sie getrost überlesen ;-)

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