Ich kaufe das, was 39 Sklaven hergestellt haben

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Am Anfang steht die provokative Frage: „Wie viele Sklaven arbeiten für dich?“. Ich sage mir: „Es gibt doch überhaupt keine Sklaven mehr“, und mache den Test, den die Internetseite Slavery Footprint anbietet. Ich beantworte elf Fragen, von meinem Wohnort und meinem Alter über die Anzahl meiner Kinder bis hin zu meinen Essgewohnheiten, technischen Geräten und Kleidungsstücken. Am Ende stellt sich heraus: Insgesamt 39 Menschen tun sehr schlecht bezahlte, kostenlose oder gar gezwungene Arbeit, damit ich meinen Lebensstandard beibehalten kann.

Slavery Footprint nimmt jedes Produkt, das ich besitze, in seine Bestandteile auseinander, und addiert, wie viele Sklaven an der Herstellung beteiligt sind. Etwa 27 Millionen Sklaven gibt es weltweit, und ihrer Körperkraft ist es zu verdanken, dass ich ein T-Shirt und eine Hose trage, während ich an meinem iPad diesen Text schreibe. Die Seite, die die Großkonzerne der Welt dazu bewegen soll, von Zwangsarbeit abzusehen, wurde vom Musiker Justin Dillon gegründet, er erhält finanzielle Unterstützung vom US-amerikanischen Innenministerium. Wie viele Sklaven arbeiten eigentlich für dich?

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