Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht ein Markenzeichen

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Naschhaus - 29. Jun. 2017 von Andreas // 6 Kommentare

Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht ein Markenzeichen - naschhaus100
Im letzten Teil der Serie „Ich und mein Laden!“ hast Du einen kleinen Blick hinter die Kulissen bekommen – inklusive Pleiten, Pech und Pannen. Erst schien es so, als hätte uns jemand die gewünschte Geschäftsfläche, auf der unser Traum vom eigenen Laden Gestalt annehmen sollte, vor der Nase weggeschnappt und als wir doch zu glücklichen Mietern wurden, beging die neue Espressomaschine kurz vor der Eröffnung plötzlich Selbstmord. Uff, da war was los! Zum Glück haben zahlreiche Helfer tatkräftig mit angepackt und am Ende konnten wir termingerecht die Pforten zu unserem süßen Schlaraffenland, dem Naschhaus, öffnen.

Hilfe, wer bastelt uns ein Logo?

Heute möchten wir, das sind übrigens meine Frau und ich, Dir zeigen, wie das Naschhaus zu seinem Logo gekommen ist. Aushängeschild, Visitenkarte und Markenzeichen – jedes Unternehmen braucht schließlich ein Logo, so auch unser Laden.

Eigentlich läge es auf der Hand, dass ich das als gelernter Mediendesigner selbst in die Hand nehme. Warum auch nicht? Mit einem Hintergrund als Möbeltischler war es ja auch klar, dass ich unser schwedisches Naschhaus getreu dem skandinavischen Design in eine funktional-minimalistische Oase verwandele, wo die bunten Süßigkeiten im Vordergrund stehen. Und genauso sauber, ordentlich und geradlinig wäre es auch beim Logo-Design zugegangen – das ist halt mein Stil. Doch würde das zum Naschhaus passen? Nicht wirklich.

Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht ein Markenzeichen - naschhaus79
Diesmal wollte ich es anders angehen, über den eigenen Tellerrand schauen und mal eine ganz andere Richtung einschlagen. Auch meiner Frau schwebte eher ein verspieltes Emblem vor, etwas, das auffällt – ein Logo, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht – am besten mit einer dynamischen, geschwungenen Handschrift. Doch aus meiner Feder? Wohl kaum. Also Teamwork. Nur wem soll ich den kreativen Staffelstab übergeben?

Punkt, Punkt, Komma, Strich – das Naschhaus bekommt ein Gesicht

Bereits in der Vergangenheit bin ich über die Plattform designenlassen.de gestolpert und wollte sie mal ausprobieren. Die eigene Ladeneröffnung kam da wie gerufen. Ein neues Projekt – ein neuer Kreativkontakt: Wenn nicht jetzt, wann dann? Außerdem hatten wir mit Kostenberechnungen und der ganzen Eröffnungsplanung sowieso schon genug um die Ohren. Warum also nicht einen Teil der kreativen Verantwortung abgeben? Gesagt, getan.

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Designenlassen.de versteht sich als Umschlagplatz für kreative Ideen von der Namensfindung über das Logo-Design bis hin zum kompletten Webauftritt, je nach dem wie viel gestalterische Hilfe gerade gebraucht wird. Zahlreiche Freelance-Designer stellen ihre Werke auf dem Kreativ-Forum zur Schau. Wer möchte, greift direkt beim fertigen Designangebot zu. Wer jedoch eine maßgeschneiderte Lösung für sein Projekt sucht, kann auch einen Auftrag erstellen. So haben wir es gemacht und waren gespannt, was da wohl kommen würde. Entsprechend offen gestaltete sich das Briefing:

Unsere Zielgruppe sind Kinder und natürlich die Eltern sowie im Grunde alle, die gerne naschen. Man kann zu uns in den Laden kommen, nimmt sich eine kleine Papiertüte und füllt sie sich mit Süßigkeiten. Alle Süßigkeiten haben denselben Preis, man kann mischen so viel man möchte und zahlt zum Schluss nach Gewicht. […] Schweden ist das Land mit dem größten jährlichen Konsum an Süßigkeiten. In Schweden gibt es an jeder Ecke Geschäfte, wo sich die Leute ganze Eimer mit Süßem füllen. Das ist doch auch ein Konzept für Deutschland und natürlich für in Deutschland lebende Schweden! Jeder kennt Pippi Langstrumpf und wie sie mit ihren Freunden in so einen Laden geht und von allen möglichen Sachen Unmengen auswählt. Das Bild haben viele Leute im Kopf und verbinden schwedische Süßigkeiten mit der bekannten Heldin der schwedischen Kinderbuch-Reihe von Astrid Lindgren. Trotzdem sollte jetzt nicht Pippi Langstrumpf auf dem Logo sein.“

Noch ein paar formale Hinweise: Das Logo soll gut stempelbar und am besten rund sein. Na, dann mal abwarten.

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Das Naschhaus-Logo nimmt Form an

Schon bald trudelten die ersten Designs ein und wir konnten mit einem bedienungsfreundlichen Sternesystem unsere Favoriten wählen. Wir hatten recht schnell ein paar Designs in der engeren Auswahl. Über die Plattform konnten wir den kreativen Köpfen weitere Wünsche kommunizieren, zum Beispiel welche Farbe oder Schrift uns gefallen würden. Jeder der Designer hat sein Bestes gegeben und es war total spannend, das eigene Logo heranwachsen zu sehen. Schließlich stand fest, welcher Grafiker den Zuschlag erhalten würde, wobei es bei den 98 (!) Entwürfen echt nicht einfach war, sich für nur einen zu entscheiden.

Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht ein Markenzeichen - logo ueberblick
Doch die quietschlebendige Naschhausschnute im Bonbon-Format hat einfach unseren Nerv getroffen. Ich hoffe, dass den anderen Designern ihre frischen Ideen nicht ausgehen und sie bald den Geschmack eines anderen Kunden treffen. In jedem Fall ist die Plattform eine gute Gelegenheit, sein eigenes Schaffen mal einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren und den einen oder anderen Auftrag an Land zu ziehen. Ich habe früher auch immer mal wieder fiktive Logos erstellt, um neue Techniken auszuprobieren – noch besser wenn das kreative Werkeln dann auch belohnt wird.

Wir haben ein Logo gefunden – und Du?

Abschließend geht es zur Designübergabe mit Projektdaten, Lizenz und allem Pipapo. Wenn einem das Design richtig gut gefallen hat, kann man den Designer direkt dazu einladen, weitere Projekte zu realisieren: Facebook-Titelbild, Visitenkarten, Briefpapier – und was man sonst so braucht. Na, hast Du jetzt auch Lust bekommen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen? Mit einer passenden Anlaufstelle für die kreative Gestaltung wäre der Anfang bereits gemacht. Für welches Projekt würdest Du Dir ein Logo erstellen lassen?

Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht ein Markenzeichen - logo detailDieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch designenlassen.de / Screenshots Copyright by designenlassen.de


6 Kommentare [ Trackback | RSS 2.0 ]

  • Henning sagt:

    Diese Design-Plattformen sind Ausgeburt einer neoliberalen Wirtschaftsdenke. 97 Designer haben trotz bester Arbeit in die Röhre geschaut. Dies als gute Gelegenheit zu üben oder sich darzustellen zu verkaufen, ist ganz schön zynisch. 860 Euro für den gewählten – im Übrigen hervorragenden – Entwurf ist ein Schnäppchen. Man könnte auch sagen unverschämt billig. Wenn man bedenkt, dass im Erfolgsfall das Logo sogar einem Franchise-Modell als Aushängeschild dienen wird.

    • snygo sagt:

      Da stimme ich dir absolut zu! Das ist ein Schnäppchen und der Großteil der Grafiker gehen ohne Bezahlung aus, sie konnten das als Übung nutzen, mehr nicht. Aber! Es wurde niemand dazu gezwungen und man hat wie gesagt auch die Möglichkeit andere Favoriten zu bezahlen. Das wird wohl auch öfter gemacht.

      Solche Systeme haben immer zwei Seiten, man muss für sich selbst entscheiden, ob man seine Zeit dafür nutzen möchte. Ich selbst habe früher oft für Freunde und bekannte Logos kostenlos erstellt. Das war sozusagen meine Lehrzeit. Jeder muss üben und sich irgendwie einen Namen machen, warum also nicht so?

      • Eugen sagt:

        „Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch designenlassen.de / Screenshots Copyright by designenlassen.de“

        Das man solche Seiten hier unterstützt, finde ich armselig. Das Argument mit der Übung finde ich hier nicht angebracht und falsch. Das Thema wurde schon zig mal diskutiert und jedes Mal kam man zum Ergebnis, dass solche Seiten die Branche kaputt machen. Man ko

        Ich würde begrüßen, dass man solche Beiträge hier in Zukunft nicht unterstützt.

        • snygo sagt:

          Ich kenne die Argumente und Diskussionen zum Thema, ich bin aber der Meinung, das jeder Grafiker und auch jeder Kunde selbst entscheiden kann, was man nutzt, wo man sein Geld lässt oder wofür jemand seine kreative Leistung erbringen möchte.

          Du kannst auch deine Programmierleistung hier in Deutschland zu einem 4 stelligen Tagessatz oder in Indien für 30€ am Tag einkaufen, dein Fleisch bei Aldi für 3€ das Kilo oder eben beim Bioladen für 40€ das Kilo. Ich würde das niemanden vorschreiben oder deswegen verurteilen. Jeder hat seine Gründe.

          Ich bin wie gesagt selbst Grafiker und erstelle Logos, hätte aber bei einer Agentur niemals die Anzahl an Entwürfen bekommen. Klar, wie soll das auch gehen, aber so ist der Markt. Ich hatte Vorstellungen und verschiedene Grafiker, Hobbydesigner oder auch der Schüler an seinem Rechner hat sein Glück versucht.

          Grafiker die wirklich gut sind, müssen sich über solche Plattformen keine Sorgen um ihre Kunden machen. Wenn man einen festen Kundenstamm hat, wird man den behalten und weiter ausbauen. Man muss halt nur gut sein und in seinem Element sein. Aber auch das braucht Übung und dauert Zeit. Meine ersten Logos oder Banner habe ich früher für ein Appel und nen Ei gemacht.

          Ich wurde übrigens nicht von desigenlassen.de angesprochen, es war meine eigene Idee das Logo dort umsetzen zu lassen.

  • […] } #blocker{ clear:both; } DAS Studio verwandelt ehemaliges Bank- und Drucker… Ich und mein Laden! Teil 2 – Das Naschhaus braucht… Clet Abraham gestaltet Verkehrsschilder auf kreati… /* fooheight && checkvari != 2) { […]

  • Heike sagt:

    Der Schriftzug ist wirklich sehr toll! Wir können durchaus alle dem etwas abgewinnen. LG Heike und Family

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