Im Auge des Betrachters: Miniatur-Landschaften liefern Denkanstoß

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Hach ja, so ein Päuschen nach einer anstrengenden Wanderung und dann noch in so einer schönen Umgebung … Das würde sich der winzig-kleine Mann, der auf der Parkbank auf dem Tierschädel sitzt, vielleicht denken, wenn er doch echt wäre. Moment, Tierschädel? Tatsächlich. Jesse Bromm hat idyllische Miniaturwelten geschaffen, die allesamt ihren Platz auf einer eher weniger schönen Grundlage gefunden haben.

So hopst ein kleiner Junge freudig über eine grüne Wiese, die wiederum auf einem Haufen Kippen in einer Glaskugel liegt. Und vielleicht sind es seine beiden Schwestern, die ungeahnt Hand in Hand über einen Berg Spritzen spazieren. Indem der kanadische Künstler diese kleine Welten kreiert und sie mit Objekten unterfüttert, die er gefunden und gesammelt hat, stößt er eine Diskussion über unsere Wahrnehmung an, die er mit der Verwendung der Kugelaquarien zu unterstreichen scheint. So könnte man der Frage nach der Realität nachgehen: Was ist Realität eigentlich, und warum ist sie nicht für jeden gleich?

Hier findet man sicher keine Antworten auf solch komplexe Fragen, als Denkanstoß lässt es sich aber durchaus verstehen.









Copyright by Jesse Bromm (via)

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