Im Spannungsfeld von Alt und Neu: Die Holzkonstruktionen von Leonardo Drew


Verwittert, spröde oder morsch – Hauptsache Holz: Leonardo Drew fertigt aus Stämmen, Latten und hölzernen Bruchstücken Konstruktionen mit minimalistischer Farbgebung. Zuweilen wirken die Materialien verkohlt. In jedem Fall sind sie gebraucht und wirken dadurch auch verbraucht. Die in mühevoller Arbeit zusammengefügten Werke eröffnen ein interessantes Spannungsfeld zwischen Leben und Zerfall, Ordnung und Chaos. Der Betrachter nimmt dabei einen Blickwinkel ein, so dass es scheint, er blicke auf zerklüftete Landschaften, die von der Wand prangen. Ihren besonderen Reiz bekommen die hölzernen Gebilde durch die Koexistenz von Einfachheit und Komplexität, indem sich ein und dasselbe Material – Holz – in mannigfaltiger Gestalt selbst gegenübersteht und dabei Höhen und Tiefen für den Betrachter auftut.

On the one hand, Drew’s sculptures can be seen as exercises in formalism rooted in the very experience of looking. On the other hand, these works explore memory by employing a wide range of material to evoke common elements of the human experience and of our diverse histories.“








(via)

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein