In China fahren sie bald unter den Bussen her

Eines muss man den Chinesen hierbei auf jeden Fall schonmal lassen: abgeguckt ist diese Idee auf keinen Fall. Die Idee, öffentliche Verkehrsmittel so zu bauen, dass sie den Verkehr nicht mehr zusätzlich verstopfen, sondern der normale Verkehr einfach unter ihnen durch fahren kann.

Was nach einer ziemlich absurden und eher grössenwahnsinnigen Idee klingt, ist schon ziemlich ausgereift. Ende des Jahres soll im Pekinger Stadtteil „Mentougou“ bereits eine 186km lange Strecke für die speziellen Busse gebaut werden. Wie das ganze funktioniert, ist auf den Bildern und unten im Video eigentlich ziemlich selbsterklärend. Eine Art Schwebebahn, die sich allerdings vollständig selbst auf der Strasse bewegt. Gerade so hoch, dass Autos einfach darunter herfahren können, und doch so tief, dass etwaige Brücken nicht im Weg sind.

Was für eine geniale Idee der „Shenzhen Hashi Future Parking Equipment Co. Ltd“! Oder gibt es etwas daran auszusetzen? Mir fallen eigentlich keine grösseren Nachteile ein. Die Zukunft der Verkehrsbusse? Eine spannende Vorstellung!

Und hier das offizielle Präsentations-Video. Zwar alles auf Chinesisch, aber das macht in diesem Fall eigentlich nichts.

(via)

8 Kommentare

    • Ich glaube das wird in dem Video auch angesprochen. Die müssen dann die Spur wechseln. Bei einspurigen Strassen wird’s aber wirklich schwierig :)

  1. Krasse Idee, wenn auch im Prinzip sehr naheliegend. Das ist dann quasi die Schwebe- oder Einschienenbahn 2.0.

    Wenn die Chinesen das gebaut haben würde mich die Entwicklung der Unfälle interessieren. Einerseits hat man nicht mehr die Problematik von aus- und einscherenden Bussen, andererseits müssen die Autofahrer auf völlig neue Dinge achten.

    Aber es ist schon etwas verwunderlich das so eine Innovation gerade aus China kommt…

    • Stimmt, das könnte echt heikel werden. Z.B. auch, dass man die Ampeln an der Kreuzung womöglich nicht mehr richtig sieht, wenn man gerade unter so einem Bus fährt. Und allgemein das Sichtfeld sehr eingeschränkt ist.

  2. Niederflur-Straßenbahnen werden so konstruiert, dass der Schwerpunkt der Bahnen möglichst tief liegt. Man hat nämlich bei Hochflur-Bahnen, wie sie zum Teil heute noch in Fuhrparks im Einsatz sind, die zwar seltene, aber dann sehr unangenehme Erfahrung gemacht, dass sie bei einem seitlichen Zusammenstoß umkippen können.

    Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was bei einem Zusammenstoß mit den hier beschriebenen Modellen passiert. Die Schienenwege schienen nicht besonders von der Straße abgetrennt.

    Gruß
    Rosmarin

    • mh, aber meinst du, sie können sich seitlich überhaupt treffen? Oder Zusammenstoss mit drunterherfahrenden Autos?
      Naja, bin ja mal gespannt, wie das ganze dann „in real“ aussehen wird!

      • Auf Kreuzungen ist alles möglich. So filigran, wie die Seitenwände in den Studien gebaut sind, reicht meines Erachtens schon ein seitlich streifender LKW (außen). Die Schwerpunkte der beiden Systeme dürften in etwa auf gleicher Höhe liegen, wenn der LKW also unglücklich trifft, würde ich ein Umkippen nicht für allzu unwahrscheinlich halten.

        Auf die Realität bin ich auch gespannt. Wie sie die Problematik der Kurvenradien bei den anscheinend weit auseinander stehenden Räder ohne Drehgestell lösen und dabei über den Rahmen auch noch Spurtreue erreichen wollen, würde mich schon interessieren. Kräne und ähnliche Portalgefährte auf Schienen haben bisher meines Wissen noch keine Kurven.

        Gruß
        Rosmarin

  3. ich würde kleinere änderungen machen:

    die innenliegenden 2 bahnen sollten mit seitenplanken umgeben sein und die schienen laufen dann hinter den seitenplanken… somit gibt es dann keine kollision mit den drunterfahrenden autos …. was ist wenn ein auto abbiegen will und von hinten so ein bus angerauscht kommt.

    evtl den bus auch so konstruieren, dass die schienen auch mal 3 spuren überspannen können (in besonderen situationen)

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