In kroatischer Hafenstadt macht das Meer Musik

Die norddalmatinische Hafenstadt Zadar ist ein Ort mit Geschichte, wo antike Überreste genauso wie pompöse Villen aus k. u. k. Zeiten zu finden sind. Abgerundet wird das von einem Hauch Italo-Flair im Herzen der Adria. Heute ist der Küstenort vor allem für eins bekannt: seine Meeresorgel. Das klangvolle Stadtkunstwerk hat jedoch einen eher tristen Hintergrund.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Stadt zerstört, darunter auch die Hafenpromenade der Altstadt. Ersatzweise wurde eine Betonmauer errichtet, die erst Jahrzehnte später aufgehübscht wurde. Auf Ansinnen des Architekten Nikola Bašić wurden meterlange Röhren in die abgestufte Uferpromenade eingelassen. Seit 2005 strömen Wasser und Wind unten in die Öffnungen hinein und drücken die Luft nach oben durch Löcher hinaus, wodurch ein Ton erklingt. Die steinernen Stufen werden zu riesigen Klangkörpern. Es scheint, als würde Poseidon höchstpersönlich zum Orgelkonzert bitten. Hörprobe gefällig?

Die frei zugängliche Attraktion zieht Touristen wie Einheimische an. Unweit davon findet sich ein weiteres urbanes Kunstwerk. Der „Gruß an die Sonne“ liefert zum Sonnenuntergang beeindruckende Lichtspiele zum maritimen Soundtrack. Verantwortlich dafür sind Schichten von Glasplatten, die tagsüber Sonnenenergie aufnehmen und mit Einbruch der Dunkelheit wieder abgeben.





(via) Copyright Video Meanderbug I Nikola Bašić

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