In Schweden fürs Nichtstun bezahlt werden – der beste Job der Welt?

Klingt nach großem Los, Lottogewinn oder etwa doch ein Scherz? In Schweden kann man sich in Zukunft auf eine ziemlich interessante Stellenausschreibung bewerben. Der Job? Nichts. Ja, wirklich. Dafür winken monatlich 2.046 Euro brutto, und zwar auf Lebenszeit. Das hat doch sicher einen Haken, sagst du? Nicht wirklich. Du kannst tatsächlich tun und lassen, was du willst. Einzig morgens und abends jeweils einmal stempeln gehen, das muss sein. Dafür werden extra an einem neuen Göteborger U-Bahnhof eine Stechuhr und ein Umkleideraum gebaut, wenn man letzteren denn nutzen möchte.

Hinter der wahnwitzigen Idee stecken die beiden Künstler Jakob Goldin und Simon Senneby, die mit dem Projekt „Eternal Employment“ dem Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens mal auf den Zahn fühlen wollen. Was passiert mit einem Menschen, wenn man ihm seine Arbeitsidentität wegnimmt? Liegt er auf der faulen Haut oder schmiedet er große Pläne und setzt diese auch in die Tat um? Was fängt man mit der neugewonnenen Freiheit und Freizeit an?

Wer Ideen zur Beantwortung dieser Fragen hat, kann sich ab 2025 bewerben, ganz egal ob Schwede, Schwedin oder nicht. Startschuss ist dann 2026 zur Einweihung der neuen Station Korsvägen. Zur Finanzierung des Projekts wird eine Stiftung gegründet, welche die knapp 580.000 Euro verwalten und anlegen soll. Diese Summe soll für fortlaufende Gehaltszahlungen über etwa 120 Jahre reichen. Klingt doch nach’m Plan.


Copyright Jakob Goldin und Simon Senneby I Projekt „Eternal Employment“ I Teaserbild Photo by Almos Bechtold on Unsplash & Photo by Almos Bechtold on Unsplash

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