„In the Jar“: Trinkgefäße mit Skyline


Wir kennen die japanische Papierfalttechnik Origami, doch daneben nimmt auch Scherenschnitt eine wichtige Rolle innerhalb des traditionellen, japanischen Kunsthandwerks ein. Eine Erklärung für die Faszination am Papier könnte in der japanischen Sprache selbst liegen. „Kami“ – das Wort für Papier – bedeutet gleichzeitig auch „Göttlichkeit“ und „Geist“. Gemäß dem Shintoismus finden sich die zahlreichen Götter oder Kami in der Natur: Sie durchziehen den Himmel, sie befinden sich im Boden, im Wind, aber auch in Bäumen, Bergen und sogar in menschengemachten Kreationen.

Kami sind also überall – sprachbedingt aber vor allem im Papier. Die japanische Künstlerin Ayumi Shibata hat den Kami einen besonderen Schrein gebaut: In ihrer Papierskulpturserie „In the Jar“ verpasst sie Trinkgefäßen vom Weinglas bis zur Karaffe eine außergewöhnliche Skyline. Hinter Glas wächst eine eigene Stadt aus Scherenschnitten heran. Zum Trinken sollten diese Gläser mit papiernen Miniaturstädten jedoch nicht verwendet werden.





Copyright by Ayumi Shibata (via)

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