Inszeniert und manipuliert – die surrealen Selbstporträts von Erika Zolli


Was zeichnet ein Selbstporträt aus? Derjenige, der sich fotografiert, bildet damit etwas ab, was für ihn selbst – bis auf vereinzeltes Aufeinandertreffen mit einem Spiegel – unsichtbar bleibt. So sehr man sich dann auch darum bemüht, ein authentisches Abbild dessen zu schaffen, was die Umwelt sonst sieht, es wird kaum gelingen, immer wird es eine Inszenierung sein.

Fotografin Erika Zolli treibt dieses Spiel mit ihren surrealistischen Selbstporträts auf die Spitze. Es ist die immer gleiche Frau, die im Fokus ihrer Bilderserie „Me at my best“ steht, das erkennt jeder. Nur bleibt das Erkennungsmerkmal schlechthin, ihr Gesicht, im Verborgenen, ersetzt durch flockige Schäfchenwolken, einen zarten Schmetterling oder kräftige Pinselstriche.

Taucht man in die mystische Stimmung der Fotomontagen ein, nimmt man teil an einer psychedelisch anmutenden Reise zu Erikas Selbst – und der Frage, was an einer Selbstdarstellung wirklich echt ist. Viele weitere Aufnahmen finden sich auf der Website der Mailänder Fotografin.









Copyright by Erika Zolli (via)

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