Johan Rijpma geht der Extrapolation zeichnerisch auf den Grund


In der Mathematik gibt es einen Bereich, in den man mit den bekannten Rechenmethoden nicht vordringen kann und man sich mit Hypothesen behelfen muss. Dieser Bereich nennt sich Extrapolation. Der Zeichner Johan Rijpma hat in einem Video versucht, sich ihm in einem Animationsfilm zu nähern. „Extrapolate“ beginnt mit einer Hand, die mit einem Kugelschreiber eine einfache Linie zeichnen will, sich dann aber abstrakt auflöst.

Was dann folgt, ist die Abfolge von Formen, Linien und Punkten, die fließend ineinander übergehen. Immer mal wieder wird das Papier zerknüllt, auf dem gemalt wurde – nur um sich dann gleich wieder in seltsame Muster aufzulösen. Und am Ende verflüchtigt sich das ganze Bündel an Stiftlinien in der äußersten Ecke des Diagramms, in dem der Clip seinen Anfang nahm. Rijpma hat Bild- und Medientechnologie an der Kunsthochschule Utrecht studiert, seine Filme sind vielfach ausgezeichnet worden.

In this hand drawn animation a line is being extrapolated through a grid. When the line surpasses the boundaries of the grid, the process spreads to and reflects on its surroundings. Beyond each boundary the extrapolation of movement is causing deformation in a systematic but speculative way.“

(via)

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