KlonBlog auf Tour: Diesmal ging es in die Eifel zu Jaguar

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Martin war für den KlonBlog wieder einmal unterwegs und hat den Jaguar F-Pace getestet. In seinem echt langen Testbericht erfahren wir alles über den F-Pace und spüren seine Begeisterung. – Im Rahmen der The Art of Performance Tour 2016 lud uns Jaguar ein, den neuen SUV F-Pace zu bewundern, der neueste Spross der Jaguar-Familie. Per Flieger ging es nach Köln und von dort mit dem Auto noch einmal 80 km in Richtung Süden – in die Eifel. Dort standen verschiedene Fahraktivitäten auf dem Flugplatz Mendig und die schönen Landstrassen der Eifel auf dem Plan.

Der F-Pace ist ein SUV der Mittelklasse, steht also im Wettbewerb mit BMW x 4, Porsche Macan und Audi Q 5, Jaguar nennt ihn „Performance Crossover“, eine Mischung aus Limousine und einem SUV. Um dieses Ziel zu erreichen hat der Chef Designer Ian Callun sich mächtig ins Zeug gelegt und einen der schönsten und attraktivsten SUVs seiner Klasse geschaffen.

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Los ging es mit den „dynamischen Fahraktivitäten“, diese bestanden aus einem Handling Kurs mit Slalom, Ausweichübungen und einer kleinen Rennstrecke. Zur Auswahl standen drei verschiedene Ausstattungsvarianten, einen 2 l und zwei 3 l Diesel. Ich habe natürlich den kleinen zugeteilt bekommen ☹. Der 2 l 4 Zylinder ist der Einstieg in die F-Pace Welt, dieser leistet immerhin schon 180 PS und 450 nm und ist ab 42.000 € zu haben. Ob man das machen sollte, muss jeder selber entscheiden, ich denke der 6 Zylinder Diesel oder Benziner passt besser zu einem Jaguar, auch optisch unterscheidet sich die „normale“ Version von den gehobenen Versionen wie der Sport und Sport-R.

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Aber gut, mit dem 4 Zylinder ging es dann erst einmal ein paar Runden über den Flugplatz. Hier merkte man sofort, dass man nicht in einem über zwei Tonnen SUV sitzt. Der F-Pace steuerte leichtfüßig um die Pylonen und auch der 2 l Diesel kam gut mit dem SUV zurecht. Nur der Klang und das Gefühl erinnerten daran, dass man nur 4 Zylinder fuhr. Auf der Rennstrecke hatte er es dann nicht leicht im direkten Vergleich mit den 6 Zylindern, man musste früher ans Gas gehen und auf der langen Geraden verlor man einige Meter. Glücklicher Weise ließ sich einer der Kollegen im V 6 davon überzeugen, auch mal die kleinen Motor zu testen und gab mir den „Dicken“. Dieser war in der Top Ausstattung Sport-R mit beledertem Armaturenbrett, digitalem Tacho und dem großen Entertainment System. Aber egal, wir sollten ja fahren, also keine Zeit lange mit der Elektronik zu spielen. Ab auf die Piste und hui, der V 6 Diesel ging ganz anders zu Sache. Seidenweich, fast wie ein Benziner beschleunigte das SUV, man muss tatsächlich darauf achten, nicht zu viel Gas zu geben. Beim 2 L konnte man quasi immer voll auf das Pedal latschen, die Traktion des Allrad auf dem Flugplatz Beton war immer überzeugend.

Video von Autogefühl

Am Nachmittag standen die Landstrassen der Eifel auf dem Fahrplan. Erst einmal wieder im 2 L Diesel, aber das sollte sich bald ändern. Und es ging gleich richtig los, eine Serpentine jagte die andere. Ich musste mich wirklich zusammenreißen. Die Vollgas-Fahrten über den Flugplatz hatten meine Sensibilität im rechten Fuß etwas verringert. Dabei vergaß man fast, dass man in einem SUV sitzt, so leicht und präzise zirkelte der F-Pace durch die engen Landstrassen. Nun hatte ich auch endlich die Zeit, den Wagen in Ruhe unter die Lupe zu nehmen. Der 2 L war in der Ausstattungslinie Prestige (ab 46.000 €), die zweit günstigste Ausstattungs-Linie des F-Pace. Hier gibt es schon 19 Zoll Felgen, Allrad, Klimaautomatik und das „kleine“ Navi mit 8 Zoll Touchscreen. Nach der Mittagspause konnte ich dann noch mal einen 3 L Diesel testen, dieser war in der Ausstattungs-Line R-Sport (ab 48.000 €) und hebt sich deutlich von dem kleinen Wagen ab. Das Armaturenbrett war mit Leder bezogen, welches mit roten Nähten abgesetzt war, passend dazu die perforierten Ledersportsitze mit einer roten Sitzfläche. Alles in allem sah das Gesamtpaket viel edler aus, als in der Prestige-Line, also ein richtiger Jaguar. Dazu gab es alle erdenklichen elektronischen Features, die aktuell auf vier Rädern unterwegs sind, vom Digital-Tacho über Voll-LED Scheinwerfer bis zum 12 Zoll Multimediasystem.

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Auch äußerlich unterschied sich der Sport-R vom Prestige, die Front und Heckstoßstangen hatten ein etwas sportlicheres Design und die Lackierung ging bis zum unteren Ende der Karosserie. Beim Prestige war noch ein 10 cm breiter grauer Kunststoffstreifen. In Kombination mit den etwas größeren 20 Zoll Felgen wirkte der F-Pace so deutlich sportlicher. Aber bei 20 Zoll sollte nicht Schluss sein, in der Preisliste bietet Jaguar zum stolzen „Aufpreis“ von etwa 5.000 € sogar 22 Zoll Felgen an. So etwas gibt es sonst nur beim Tuner! Und so abwegig sind diese riesen Felgen gar nicht. Ich würde vermuten, dass man damit das Fahrverhalten des F-Pace noch weiter verbessern kann, denn selbst auf den 20 Zoll Felgen hatten die Reifen noch 50 % Höhe von der Breite, also relativ viel Gummi, was sich beim Fahren im Grenzbereich bemerkbar machte.

In diesem Zusammenhang wäre noch das auf 2000 Stück limitierte Sondermodell „First Edition“ zu erwähnen. Hier sind die 22 Zoll Felgen, der 380 PS V 6 Benziner und viele weitere Extras zum Preis von 80.000 € in einer wunderschönen caesiumblauen Karosserie verpackt.

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Das Interieur des F-Pace Sport-R macht einen sehr hochwertig Eindruck, sowohl von der Gestaltung her als auch von den verwendeten Materialien. Gewöhnungsbedürftig ist jedoch die Position der Schalter für die Fensterheber, diese musste ich jedes Mal suchen, da sie oben auf der Türverkleidung sitzen. Der Wagen ist einer der geräumigsten seiner Klasse – im Vergleich zum Audi Q 5 ist er aber auch zehn Zentimeter länger und trotzdem etwas leichter. Der Kofferraum fasst satte 650 Liter, das sind rund 100 Liter mehr als beim X 3 und Q 5.

Auch bei der Sicherheit ist der F-Pace auf dem neuesten Stand. Eine Stereokamera ist Herzstück des Notfall-Bremsassistenten, der hier erstmals bei Jaguar durch eine Fußgänger-Erkennung ergänzt wurde. Weitere Assistenzsysteme sind ein Spurverlassenswarner, ein Spurhalteassistent, ein Geschwindigkeitsbegrenzer und ein Aufmerksamkeitsassistent. Über ein Head-up-Display können Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert werden. Zum Serienumfang zählen immer die „All Surface Progress Control“ (bei Automatikgetrieben), eine Berganfahrhilfe, Torque Vectoring Control, der Notbremsassistent und eine hintere Einparkhilfe.

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Die beiden Infotainment-Systeme InControl Touch und InControl Touch Pro bieten Navigation und Entertainment, wobei das kleinere System auf SD Karten und ein 8 Zoll Display und das größere auf eine 60 GB SSD Festplatte und 10 Zoll Display zugreifen. In Verbindung mit dem Digital Tacho können die Karten auch direkt im Sichtfeld das Fahrers angezeigt werden. Zusätzlich wird noch ein WLAN-Hotspot angeboten, mit dem die Anbindung von bis zu acht Geräten ermöglicht wird, so dass die Smartphones aller Insassen stets mit dem Internet verbunden werden können.

Für alle Extremsportler und Strandgänger hat der SUV nicht nur einen großen Kofferraum, Jaguar hat Autoschlüssel ausgemustert. Auf Wunsch kann man den Schlüssel im Auto liegen lassen und das Fahrzeug mit einem elektronischen Armband verriegeln, dieses ist wasserdicht und stoßfest. Wenn F-Pace damit verriegelt wurde, ist der echte Schlüssel deaktiviert und macht den SUV zu einer Immobilie. Wobei das kein Problem ist, denn schon im Stand strahlt der F-Pace eine Dynamik aus, die seine Wettbewerber alt aussehen lässt. Jaguar ist es gelungen, die sportlichen Gene des F-Type auf einen SUV zu übertragen, wir drücken die Daumen, dass bald viele F-Pace’s über deutsche Strassen fahren!




Vielen Dank für die Einladung an das Jaguar-Team.
Fotos Copyright by Jaguar & KlonBlog.com

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