KlonBlog auf Tour – BMW in Sevilla – Test BMW S 1000 RR

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Nach einer tollen Vorstellung des Elektrorollers BMW C Evolution im April 2014 in Barcelona, ging es vor einigen Tagen für mich wieder nach Spanien um den neuesten Spross der BMW Familie zu erfahren.

Diesmal allerdings ohne das verhaltene SSSSSSS des Elektromotors, sondern mit ordentlichem BRRRRRUUUUMMM aus dem Motorraum, denn die BMW S 1000 RR leistet stolze 199 PS bei 204 Kg (vollgetankt!) Gesamtgewicht und beschleunigt damit in drei Sekunden von Stand auf 100km/h und in gut sieben Sekunden von null auf 200km/h.

Aber wir wollen euch ja nicht mit Zahlen bombardieren, sondern die BMW 1000 RR von anderen Seiten als die etablierten Motorrad Fachzeitschriften beleuchten.


Design

Was für eine kompakte Fahrmaschine, die Spaß schon beim puren Ansehen verspricht. Wie eine Pfeilspitze wirkt sie. Die Nase tief am Boden und das Heck hoch gereckt. Das Design unterstreicht die klare Sprache der Motor-Leistungswerte: SUPERSPORT!

BMW hat es geschafft, den Wiedererkennungswert der vorderen, asymmetrischen Scheinwerfer so dezent in die Kanzel zu integrieren, dass einem die unterschiedliche Größe der zwei „Ausleuchter“ erst beim zweiten Blick auffällt. Das finde ich persönlich sehr viel schöner als bei der Vorgängerin.

Fragt man die BMW Designer, auf welches Detail sie besonders stolz sind, wurde mir sofort die kleine Spitze an der Frontkanzel unterhalb des Lufteinlasses gezeigt. Und wenn man drauf achtet, ist es schon erstaunlich wie so eine Kleinigkeit die Optik individualisiert. Zusätzlich bewirkt die Spitze auch eine bessere Versorgung mit Luft aber für mich als Freizeitmotorradfahrer werden sich Spitze oder nicht im Fahrbetreib kaum bemerkbar machen.

Nach dem Gesicht der RR, gefällt mir persönlich der Hintern am besten. Wie ein Stachel ragt das schmale Heck in die Höhe. In Kombination mit dem breiten Hinterreifen wirkt es bullig und kraftvoll, unterscheidet sich allerdings optisch nicht gravierend von anderen Motorrädern in der Supersportklasse. Allerdings fügt sich der Auspuff harmonisch in die Heckansicht ein, was nur wenige Motorradhersteller schaffen, wie ich finde.

Das für mich faszinierendste war, das der mehr als sportliche Auftritt der S 1000 RR dennoch eine bequeme Sitzposition ermöglicht. Das hätte ich nicht vermutet, da ich das von Supersportlern übliche „Affe-auf-dem-Schleifstein“-Feeling erwartet habe.

BMW spricht also trotz aller Freude am Fahren seine Stammkundschaft an, die ja zum Großteil aus Tourenfahrern besteht. Dazu passend, kann die RR als einziger Supersportler auf dem Markt mit einem Tempomat ausgestattet werden, denn die meisten Fahrer werden die BMW nicht nur auf der Rennstrecke bewegen.

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Technik

Moderne Technik macht auch das Motorradfahren immer sicherer und entspannter. Individuell einstellbare Traktionskontrolle, gepaart mit dem hervorragenden ABS bringen dem Alltagsfahrer viel Sicherheit, lassen aber dem ambitionierten Racer auch noch Einstellmöglichkeiten offen.

Begeistert bin ich von den unterschiedlichen Fahrmodi, die sich per Knopfdruck am rechten Lenkerende einstellen lassen und in der aufpreispflichtigen Version „Fahrmodi Pro“ auch personalisiert werden können. Dann gibt’s sogar einen Modus für den Slick Betrieb aber eins nach dem anderen.

Wenn die Fahrbahn z.B. feucht ist, einfach den „Rain“ Modus wählen und schon wird die Motorleistung auf 187 Ps reduziert, die Gasannahme deutlich weicher und die Traktionskontrolle greift sehr früh ins Fahrgeschehen ein. Zusätzlich werden das ABS Setting und die Dämpferabstimmung den Witterungsverhältnissen angepasst.

Für die Landstraße empfiehlt BMW den „Sport“ Modus mit der vollen Motorleistung und direkter Gasannahme. Und wo Sport drauf steht, ist auch Sport drin! Das Motorrad passt seine Gesamtabstimmung den guten Rahmenbedingungen an und man kann ordentlich die Kuh fliegen lassen :)

Beim „Race“ Modus werden Wochenend-Racer voll auf ihre Kosten kommen, da die Schräglagen-Grenzbereiche noch weiter ans Limit gebracht werden.

Wer viel auf der Rennstrecke unterwegs ist, wird die Fahrmodi Pro Version ordern. Damit bestimmt jeder Fahrer die Charakteristik seines Motorrads selbst und kann im „Slick“ Modus maximale Rundenzeiten herausfahren.

Aber genug zu Design und Technik. Ein Motorrad ist zum fahren da.

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Fahreindruck

BMW hat nach Sevilla in Spanien eingeladen, um auf der Rennstreck Monteblanco die S 1000 RR ausgiebig zu erfahren. Und genau das war es auch – Was für eine tolle Erfahrung!

Das erste Aufsitzen gibt einem gleich ein Gefühl von „Willkommen zu Haus“. Alles ist am richtigen Platz und man fühlt sich gleich ins Motorrad integriert und nicht drauf gesetzt, wie es sich für mich oft bei Supersportlern anfühlt. Daher kommt auch der Bequemlichkeitsfaktor, den ich bereits ansprach.

Motor an und genießen.

Man merkt gleich, dass man es mit Leistung zu tun hat und so zeichnet sich schon im Standgas das kleine Schmunzeln um die Lippen ab. Anfangs habe ich die S 1000 RR noch zaghaft bewegt aber auch durch die elektronischen Helferlein und die rundum hervorragende Gesamtabstimmung wurden die Rundenzeiten rasch schneller und der Spaßfaktor stieg. Unfassbar, was für ein tolles Motorrad!

BMW hat es trotz der technischen Eingriffe geschafft, die Freude am Fahren der Maschine beizubehalten. So bändigt sich das Untier selbst aber Man(n) kommt sich vor, als wäre man der Bezwinger. Emotionen und Fahrspaß pur!

Unsere Testmotorräder waren mit dem aufpreispflichtigen Schräglagensensor ausgestattet. So ging natürlich nach jedem 20minütigen Turn auf der Rennstrecke der Vergleich der Messwerte mit den anderen Fahrern los. Und da war es wieder, das Kind im Manne. Egal ob Engländer, Japaner, Russe, Südafrikaner, Deutscher oder Südamerikaner – Beim Vergleich der Schräglagen, der Höchstgeschwindigkeit und der Kurventempi sind wir doch alle gleich.

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Fazit S 1000 RR

Die neue BMW ist meiner Meinung nach eines der besten Supersport-Motorräder auf dem Markt. Aber sie ist eben mehr als ein reiner Supersportler. Sie schafft den Spagat zwischen Rennstrecke, dem täglichen Weg zur Arbeit und wird auch bei längeren Ausfahrten begeistern.

Durch die technischen Raffinessen, sind auch Wenigfahrer und Einsteiger mit dem Motorrad nicht überfordert. Also ein rundum gelungenes Motorrad, das dem Fahrer ein Breites Grinsen ins Gesicht zaubert.

Jetzt dürfen wir noch auf die Preisgestaltung gespannt sein. Sobald BMW die Preise veröffentlicht, werden wir euch selbstverständlich informieren.

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Fazit der Veranstaltung

Vielen Dank an BMW und achtung! für die Einladung und die tollen Tage in Sevilla. Es war rundum gelungen und uns Journalisten wurde neben den Informationen übers Motorrad auch an beiden Tagen ein tolles Rahmenprogramm geboten.

Ob nun eine Bootstour zum Restaurant, mit dem E-Bike zur Stadtführung durch Sevilla oder abends beim Barbecue mit musikalischer Untermalung eines Looping Künstlers – einfach Klasse!

Hier noch ein paar Impressionen:








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