KlonBlog auf Tour: Mit dem neuen Audi A1 Sportback durch Andalusien

Nachdem wir in Ronda in Spanien den neuen Audi R8 Performance für euch getestet haben, stand am Nachmittag der zweite Proband des Tages bereit. Audi bringt nach acht Jahren einen völlig neuen Audi A1 auf den Markt. Optisch ist er sofort als Audi zu erkennen. Aber bis auf das zweifarbige Design von Dach und C-Säule hat sich alles geändert. Der neue Kleine wirkt deutlich maskuliner als der Vorgänger und setzt mit seinen neugestalteten Leuchten im Arrow-Design neue Akzente im Audi-Design. Die Line setzt sich dann auch im Innenraum fort. Das Cockpit besticht durch klare Linien und zwei große Displays, ganz im Stil der großen Audis wie Q8 und A7. Groß sind nicht nur die Displays, auch die Abmessungen sind gewachsen. Der Kleine ist jetzt knapp über vier Meter lang. Das merkt man auch im Innenraum. Mit circa 1,80 Metern kann man vorn wie hinten gut sitzen, sodass selbst vier ganze Kerle mit dem kleinen Audi auf große Fahrt gehen könnten. Weitere Akzente setzen die drei an den Ur-Quattro erinnernden Lufteinlässe über dem Kühlergrill sowie die markant gezeichneten Kotflügel, die wie schon beim Q8 eine tiefe Schulterlinie entstehen lassen. Der neue A1 steht optisch stabiler auf der Straße.

Den neuen A1 wird es in vier Motorisierungen geben. Der 1-Liter-3-Zylinder leistet 95 oder 116 PS. Ja, es gibt tatsächlich noch einen Audi mit unter 100 PS! Außerdem wird es einen 1,4-Liter-4-Zylinder mit 150 PS geben. Die Leistungsspitze markiert vorerst der 2.0-Liter-TFSI mit 200 PS. Der 1-Liter-3-Zylinder mit 116 PS sollte mich heute durch die andalusischen Berge begleiten. Nach den 620 PS des R8 Performance eine deutliche Umstellung, aber auch 116 PS reichen aus, um die Vorderräder durchdrehen zu lassen, was mir dann öfter passierte, als gedacht. Ursache war das 6-Gang-Schaltgetriebe meines Testwagens. Nachdem ich in den letzten sechs Jahren mit einem Automatik-Getriebe unterwegs war, stellte die manuelle Schaltung und das Kuppeln eine kleine Herausforderung für mich dar. Anfahren auf den bergigen Strecken war damit nicht immer einfach.

Die Kollegen von Audi spielten mir dann noch fix eine Route in das „MMI Navigation plus“ genannte Navigationssystem. Dessen 10-Zoll-Touch-Screen wirkt in dem relativ kleinen A1 riesig. Die Position des Screens gefällt mir besser als in den Oberklassemodellen, da er ganz oben im Armaturenbrett verbaut ist und somit optimal im Sichtbereich liegt. Bei einem Touchscreen nicht ganz unwichtig. Dann ging es endlich los. Die Route führte vorbei an unserer Unterkunft in Ronda, die von außen betrachtet noch mal imposanter erschien. Ronda liegt auf einem Hochplateau in 700 Metern Höhe, welches auf einer Seite über 100 Meter senkrecht nach unten abfällt. Darauf leuchten weiße Häuser aus dem Mittelalter.

Mit dem neuen Audi A1 Sportback festgefahren!

Auf den kurvigen Bergstraßen drumherum konnte der neue A1 gleich seine Qualitäten als Reiseauto unter Beweis stellen. Laut Audi wurde das Fahrwerk im Vergleich zum Vorgänger etwas gestrafft, um ein sportlich-souveränes Fahrgefühl zu erreichen. Trotzdem gibt es noch ein Sportfahrwerk ab Werk. Ich empfand das Serien-Fahrwerk als straff genug, mehr muss bei einem Kleinwagen (darf man das überhaupt noch sagen?) nicht sein. Und auch der kleine Motor machte einen sehr guten Eindruck. Von den drei Zylindern bekam man, wenn überhaupt, nur etwas mit, wenn man die Drehzahl mit energischem Druck auf das Gaspedal in den roten Bereich brachte. Und dann war auch zu spüren, dass hier ein Turbo am Werk ist. Satte 200 Nm ziehen an der Vorderachse (zum Vergleich: ein 2,4 Liter V6 im A6 von 2005 hatte 250 Nm). Bei normalem Tempo bekommt davon nichts mit. Auch Vibrationen sind kaum wahrnehmbar und der angegebene Verbrauch von unter 5 Litern ist bei ruhiger Fahrweise locker zu erreichen. Bei meiner Testfahrt lag ich immer zwischen 4 und 5 Litern auf 100 Kilometern.

Das serienmäßige digitale Cockpit hat zehn Zoll. Optional gibt es noch ein „Audi virtual cockpit“ mit zwölf Zoll, welches noch mehr Funktionen und Full-HD-Auflösung zur Verfügung stellt. Überhaupt bietet der A1 eine Fülle an Konfigurationen und Optionen, die man jetzt noch freier kombinieren kann. Das Interieur gibt es in den drei Varianten „advanced“, „design selection“ und „S line“. Diese können noch farblich mit dem Außenlack abgestimmt werden. Und außen geht das Spiel so weiter, es gibt wieder drei Varianten: „normal“, „advanced“ und „S line“. Wie beim Vorgänger können das Dach und die C-Säule in einer Kontrastfarbe lackiert werden. Weiterhin bietet der A1 eine Vielzahl an Assistenzsystemen, wie zum Beispiel einen adaptiven Geschwindigkeitsassistenten, einen Parkassistenten mit Rückfahrkamera und einen Spurhalteassistenten.

Preislich geht der kleinste Audi bei ca. 21.000 Euro los und lässt sich im Konfigurator problemlos über die 40.000 Euro treiben. Meine Empfehlung wäre das S-Tronic-Getriebe (1.700 Euro), ein Handschaltgetriebe ist heutzutage aus meiner Sicht nicht mehr sinnvoll. Der neue A1 ist ein echter Premium-Kleinwagen. Genau richtig für alle, die in einer Großstadt wohnen und nicht lange nach einem Parkplatz für ihren 5-Meter-SUV suchen, aber trotzdem ein Statement setzten wollen!

Wir bedanken uns bei der Audi Sport GmbH für die Einladung!

1 Kommentar

  1. Der neue Audi A1. Toller Wagen. Tolle Daten und Design. Ich meine der Preis von ab 21000 ist nicht einmal so sehr teuer. Ich bin echt begeistert. Lieben Dank für den Artikel.

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