KlonBlog auf Tour: Wiedergeburt der Offroad-Legende – Der neue Defender ist da!

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Über 70 Jahre ist es her, dass der „Land Rover“ das Licht der Welt erblickte und damit die Marke Land Rover begründete. Seit Mitte der achtziger Jahre heißt der Land Rover „Defender” und ist nun in seiner fünften Version auf dem Markt. Die Weltpremiere durften wir im September letzten Jahres live begleiten und konnten uns schon ein Bild vom Design des Neuen machen. Wie üblich dauert es bis zu einem halben Jahr, bis das neue Auto dann tatsächlich auf der Straße steht. Auf Grund der aktuellen Corona-Lage war zu befürchten, dass es diesmal noch länger dauert. Die Fahrvorstellung des neuen Jaguar F-Type fiel wegen Corona sogar komplett aus.

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Aber der Defender ist durch nichts zu stoppen. Nicht durch einen Virus, und durch widrige Straßenverhältnisse sowieso nicht. Der neue Defender fährt mit 29,4 cm Bodenfreiheit und 90 cm Wattiefe durch jedes Gelände und nimmt Steigungen von über 45 Grad! Und wie schlägt er sich onroad, also auf öffentlichen Straßen? Dem Vorgängermodell lag dieses Terrain nicht, vor allem die Autobahn war für den robusten Geländewagen mit einem cw-Wert von über 0,6 feindliches Gelände. Aber diese Zeiten sind vorbei. Der Neue ist mit einem cw-Wert von 0,38 deutlich flinker unterwegs und erreicht bis zu 191 km/h. Dank moderner Assistenzsysteme wie Abstandstempomat, Spurhalte-Assistent und einem adaptiven Luftfahrwerk sind auch längere Strecken kein Problem. Der Zwei-Liter-Diesel unseres Testwagens leistet 240 PS und bewegt den 2,5 Tonnen schweren Geländewagen leichtfüßig über die Straßen. Unter 2.000 U/min war vom Motor kaum etwas zu hören, darüber meldete er sich dann mit einem vehementen Knurren, was aber nie aufdringlich war, zu Wort.

Modern geht’s auch im Innenraum weiter. Hier sieht es zwar deutlich robuster aus als in den anderen Land-Rover-Modellen, aber das Interieur ist durchaus schick und gespickt mit der neusten Technik. Ganz neu ist das Infotainment-System „Pivi Pro“, welches zuerst im Defender eingesetzt wird, später aber in allen Land-Rover-Modellen kommen soll. Das Pivi bietet Over-The-Air-Updates, verwendet dabei bis zu zwei SIM-Karten mit LTE-Unterstützung und kann 14 verschiedene Steuergeräte im Defender aktualisieren. Besonderes Augenmerk wurde auf eine einfache und schnelle Benutzerführung gelegt, so dass alle Funktionen mit wenigen Klicks auf den 10-Zoll-HD-Touchscreen erreichbar sind. Ein weiteres Highlight ist der ClearSight-Innenspiegel, den wir schon aus dem Jagur XE und Rang Rover Evoque kennen. Durch ein Kamera in der Heckfine wird das Bild direkt auf ein TFT-Display im Spiegel übertragen, so das man immer eine optimale Sicht nach hinten hat.

Das Land Rover Experience Center in Wülfrath ist die optimale Spielwiese, um den Geländewagen auszuprobieren. Hier gibt es auf über 120.000 m² alles, was das Offroad-Herz begehrt. Wasserdurchfahrten, Steigungen mit bis zu 110 Prozent, Schrägfahrten mit bis zu 32 Grad und jede Menge Steine. Fast jede Situation, die einem beim Off‑Road-Fahren begegnen könnte, kann man hier ausprobieren. Normalerweise fährt bei solchen Testfahrten der Instruktor im gleichen Auto mit und kann so direkt Hilfestellung leisten. Dank Corona ist das aktuell nicht möglich. Mein Instruktor fuhr in einem Range Rover voraus und gab mir per Funk Anweisungen. Das war schon etwas komisch, ganz allein in dem neuen Auto zu sitzen und dann gleich ins Gelände zu fahren. Aber kein Problem, der neue Defender ist mit allen erdenklichen Assistenten ausgestattet, so dass es selbst für Anfänger keinen Grund zur Sorge gibt.

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Als erstes wählt man die Geländeuntersetzung, dadurch werden alle Gänge etwa um das dreifache untersetzt. Der Motor hat so viel mehr Kraft, und diese kann viel genauer gesteuert werden. Zum Warm werden sollte ich direkt ein Gefälle mit 75 Prozent herunterfahren. Um das zu meistern, fährt man langsam über die Kuppe und lässt dann die Nase absinken. In einem herkömmlichen Geländewagen wäre das schon eine Herausforderung gewesen. Aber dank der sechs Kameras im neuen Defender war das kein Problem. Die Front-Kamera speichert die Bilder und zeigt diese dann versetzt an, so dass man quasi durch das Auto hindurchschauen kann. Vor allem in steinigem Gelände oder vor einem starken Gefälle ist das eine enorme Hilfe. Das Pivi Pro zeichnet zusätzlich noch die Stellung der Vorderräder ein, so dass man das Gefühl hat, man steuert einen Mars-Rover fern. Wir waren aber nicht auf dem Mars, sondern in Wülfrath bei Essen und ich saß direkt in dem Rover. Das „Terrain Response 2“ regelt alles voll automatisch, man muss weder bremsen noch Gas geben, einfach nur lenken, und schwups ist man unten.

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Der Vorwärtstrieb des Defender wird durch insgesamt drei Differenziale gesichert. Das sperrbare Mittendifferenzial ist serienmäßig und ein aktives Hinterachs-Sperrdifferenzial kann optional bestellt werden. Damit bewältigt der Defender weichen Wüstensand ebenso souverän wie den gefrorenen Tundra-Boden der Arktis – und alles andere, was er dazwischen unter die Räder bekommt. Zum Abschluss der Testfahrt sollte ich dann allein (!) eine Steigung von 110 Prozent nach oben fahren, also etwa 48 Grad. Ich folgte den Anweisungen meines Instruktors, legte den dritten Gang ein, beschleunigte auf 25 km/h, und nach wenigen Sekunden war ich oben. Ich versuchte danach, diese Steigung zu Fuß zu erklimmen. Ich brauchte nicht nur viel länger als der Defender, ich brauchte auch alle vier Pfoten. Wer also denkt, der neue Defender wäre aufgrund seiner runden Formen eine weichgespülte Version des Vorgängers, der irrt. Ganz im Gegenteil, der neue Defender ist bis zu zehn mal steifer als normale SUVs und drei mal steifer als andere Land-Rover-Modelle. Die neue D7x-Karosseriearchitektur besteht aus einem hochfesten Aluminium-Monocoque in Verbindung mit Magnesium. Diese Materialien kommen auch im Innenraum zum Einsatz. Teile des Armaturenbretts und des Lenkrads sind aus Magnesium-Druckguss und mit Pulver beschichtet. Was nicht nur gut aussieht, sondern auch sehr robust ist. Robust ist auch die Außenhaut des Defender. Diese kann man werksseitig mit einer extrem strapazierbaren Folie überziehen lassen. Diese verpasst den neuen Metallic-Lackierungen „Tasman Blue“, „Pangea Green“ und „Gondwana Stone“ einen seidig matten Glanz.
Der neue Defender geht am 20.06.2020 an den Start und wird in den beiden Versionen 90 und 110 angeboten, wobei die Version 110 einen um 20 Zoll größeren Radstand hat. Laut Land Rover gibt es über 170 Ausstattungskomponenten, die zum neuen Defender bestellt werden können. Die Preise beginnen bei 49.700 € für den Defender 90 und 55.600 € für die Version 110.
Mir hat die Ausfahrt mit den neuen Defender sehr gut gefallen. Vielen Dank an Land Rover und viel Erfolg mit dem neuen Defender!

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch Jaguar Land Rover

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