KlonBlog auf Tour: Mit den Hybrid-Modellen von Range Rover nach Sölden

In Zeiten, in denen Dieselfahrverbote die Medien dominieren, war es nur eine Frage der Zeit, bis Jaguar Land Rover auch seiner Luxusklasse einen Elektroantrieb verpasst. Die Einladung von Jaguar Land Rover führte uns nach Sölden in die Ötztaler Alpen. Der bekannte Nobel-Ski-Ort bietet nicht nur optimalen Voraussetzungen, um den Luxus-Land-Rover vorzustellen. Jaguar Land Rover und Sölden verbindet auch eine ganz besondere Beziehung. Beide Marken spielen eine tragende Rolle in dem 24. James-Bond-Film „Spectre“. Mehr dazu könnt ihr in dem Artikel „KlonBlog auf Tour: Auf den Spuren von „Spectre“ mit Jaguar Land Rover“ nachlesen.

Mit dem Flieger ging es nach Innsbruck. Direkt am Flugplatz stand eine Flotte Range Rover Hybrid und Range Rover Sport Hybrid bereit. Beide verfügen über den gleichen Antrieb mit der Bezeichnung P400e. Die 400 steht für die Leistung von satten 400 PS, genau genommen sogar 404 PS, die sich aus 116 Elektro-PS und 300 Benzin-PS ergeben. Die Fahrzeuge verfügen über eine Batterie, die bis zu 50 km rein elektrisches Fahren ermöglicht und sich über eine Steckdose im Kühlergrill aufladen lässt. Diese Dose ist quasi unsichtbar unter einer Klappe versteckt, so dass der Plug-In-Hybrid ohne Modellbezeichnung von außen nicht von einem «normalen» Range Rover zu unterscheiden ist. Selbst die riesigen Auspuffblenden sind vorhanden und runden die imposante Erscheinung der beiden Luxus-SUVs nach unten ab.

Nach einem kurzen Briefing ging es direkt los nach Sölden. Wobei wir natürlich nicht über die Autobahn fahren wollten, sondern über Landstraßen mit einem kleinen Abstecher nach Kühtai und dem dortigen Stausee. Obwohl rein elektrisch bis zu 137 km/h möglich sein sollen, ist die Autobahn nicht das typische Revier für Elektro-Autos. Wir starteten mit dem kleineren Modell, dem Range Rover Sport. Dieser ist etwa 15 cm kürzer als der große und wirkt durch seine schräge Heckscheibe und dem nach unten breiteren Body insgesamt etwas sportlicher. Er sieht, zumindest im Stand, schneller aus als der Range Rover, wobei die Fahrleistungen etwa identisch sind. Mit seinen 4,83 Metern ist er etwa so groß wie ein Porsche Cayenne oder ein BMW X5.

Mit dem vollgeladenen Akku ging es dann also rein elektrisch über die Landstraße Richtung Kühtai auf fast 2.000 Meter Höhe, also satte 1.500 Meter nach oben. Die maximalen 50 km Elektro-Reichweite waren bei diesem Anstieg natürlich nicht zu erwarten. Aber egal, schon alleine das Anfahren mit dem Elektromotor ist eine wahre Freude. Das üppige Drehmoment liegt quasi direkt aus dem Stand an, so dass sich der 2,5 Tonnen schwere Geländewagen wie ein Jaguar bei der Jagd im Schnee fortbewegt – lautlos und souverän.

Der neue Range Rover Sport | Plug-in Hybrid (PHEV)

Die Straße nach Kühtai war schmal und bestand aus reichlich scharfen Kurven, so dass es uns nicht möglich war, besondere Rücksicht auf den Akku zu nehmen. Oben angekommen war er dann leer. Der Weg bergab würde den Akku wieder füllen, soviel war sicher. Spannend war nur, wie viel? Würde es bis ins 30 km entfernte Sölden reichen? Nach knapp 20 km Bergabfahren war dann wieder Energie für 7 km in unserem Akku. Einfach nur durch Rekuperation, die Rückgewinnung der Bremsenergie. Nicht schlecht!

Der Range Rover Sport Plug-in Hybrid setzt Maßstäbe in Sachen Leistung, Geländegängigkeit und Effizienz. Sein dynamisches Design und das agile, sichere Fahrverhalten werden dank unseres bisher innovativsten Antriebssystems um noch mehr Leistung und geringere Emissionen ergänzt.

Die restlichen Kilometer bis zum Design Hotel Bergland in Sölden musste der 2,0-Liter-Benzinmotor zeigen, was er kann. Zwei Liter Hubraum für einen so großen SUV klingt erst mal nicht viel, aber die 300 Turbo-PS reichen durchaus für eine zügige Fahrweise. Mehr braucht man eigentlich nicht in einem SUV. Einzig die Geräuschkulisse des Vier-Zylinder passte nicht ganz zum allgemeinen Luxus, hier wäre ein V6 sicher angenehmer. Vielleicht kommt das ja noch.

Ich hatte noch etwas Zeit, mich mit dem neuen Range Rover auseinanderzusetzen. Neu ist nicht nur der Antrieb. Seit Mitte des Jahres gibt es das Facelift des Range Rover Sport. Äußerlich unterscheidet es sich durch neu gestaltete LED-Scheinwerfer, einen überarbeiteten Kühlergrill und eine neue Stoßstange vom Vorgänger. Deutlich mehr getan hat sich im Innenraum. Dort hielt das neue Entertainment-System Touch Pro Duo Einzug. Dieses schon aus dem Range Rover Velar bekannte System wird über zwei große, hochauflösende Touch Screens gesteuert und bietet unter anderem Internetzugang, einen HDMI-Eingang und bis zu 5 USB-Anschlüsse. Mit einem Basispreis von 88.000 Euro liegt der P400e satte 20.000 Euro über dem Si4 ohne Elektroantrieb. Dieser Preisunterschied wird in anderen Ländern, zum Beispiel in Österreich, durch einen Steuervorteil ausgeglichen, so dass dort nur 2.000 Euro mehr zu berappen sind.

Am nächsten Tag, nach der Besichtigung der 007 Elements Cinematic Installation, ging es direkt von der Mittelstation der Gaislachkogelbahn im Range Rover (ohne Sport) weiter. Mit 5,20 Metern Gesamtlänge ein echter Riese! Ein fahrendes Luxuswohnzimmer mit Wohlfühlfaktor hoch zehn, und trotzdem ein echter Geländewagen. 30 cm Bodenfreiheit und eine Wattiefe von 90 cm – das macht ihm so schnell keiner nach. Die Wettbewerber wie Audi Q7 oder Mercedes GLS liegen bei etwa einem halben Meter. Der Range Rover Sport ist schon wirklich sehr luxuriös, im Range Rover allerdings ist alles noch ein bisschen schicker und größer. Nicht umsonst ist er der Dienstwagen der Königin von England. Völlig unspektakulär hingegen verhielt sich der Antrieb. Lautlos und kraftvoll zieht der Elektromotor auch den 2,6 Tonnen schweren Koloss. Der Benzinmotor kam mir im großen Range auch etwas leiser vor, insgesamt harmonischer als im Sport. Der P400e ist einer der günstigsten Range Rover, was aber allein daran liegt, dass es hier keine reine Vier-Zylinder-Version gibt. Wobei günstig in diesem Fall relativ ist, der P400e beginnt bei 122.000 Euro, die Preisliste endet aktuell bei 270.000 Euro für den SVAutobiography mit 5,0l V8.

Fazit:
In einer bergigen Region oder im Stadtverkehr ist so ein Hybrid durch seine Rekuperation deutlich im Vorteil gegenüber einem reinen Verbrenner. Nicht nur, dass die Bewegungsenergie zurückgewonnen und Energie gespart werden kann. Es entsteht auch weniger Feinstaub durch den Abrieb der Bremsen. Ein weiter Vorteil des E-Antriebs: Man benötigt keine aufwendige Geländeuntersetzung mehr, da der E-Motor aus dem Stand genug Drehmoment hat, um den dicken SUV vorwärtszubewegen. Und nicht nur das. Die Kraft des E-Motors lässt sich dabei auch viel besser steuern als ein Verbrennungsmotor. Alles in allem ist ein Hybrid-SUV oder ein Hybrid-Geländewagen eine sinnvolle Sache.

Vielen Dank an Jaguar Land Rover für die Einladung!
Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch Jaguar Land Rover.
Fotos Copyright by KlonBlog.com & Jaguar Land Rover

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