KlonBlog auf Tour: Wir spielen „Tear Down This Wall“ bei Make a Break – Escape Room Berlin

Wir haben letzte Woche im Rahmen unserer Weihnachtsfeier einen weiteren Escape Room für euch getestet. Da wir nur eine kleine Runde von fünf Leuten waren, passte es perfekt für ein solches Vorhaben. Wir hatten die Einladung vom „Make a Break – Escape Room Berlin“ auf dem Tisch, die es „schon“ seit 2014 auf dem Markt gibt und die damit zu den ersten Anbietern dieser Art in Berlin gehören. Unsere Mission lautete: „Tear Down This Wall“. Wir begaben uns zurück ins Jahr 1989 und waren für nicht weniger als die Öffnung der Berliner Mauer verantwortlich. Nicht auszudenken, wenn wir scheitern sollten!

Von außen ist Make a Break fast nicht zu erkennen. Nur das Klingelschild verriet uns, dass dieses Wohnhaus mitten in Friedrichshain im Erdgeschoss ganz besondere Räumlichkeiten vorhält. Wir wurden sehr nett und professionell in die Regeln eingewiesen, die sich im Prinzip nicht von denen anderer Anbieter unterscheiden. Da wir alle erfahrene Escaper waren, ging es ratz fatz los für uns.

Die Story: Wie schon erwähnt, am Ende geht es darum, dass die Mauer geöffnet wird. Der genaue Background war ziemlich komplex, sodass wir ihn vor Ort alle nur in Ansätzen verstanden haben. Ansich ist die Story sehr gut gedacht und auch wunderbar mit dem Handlungsstrang im Inneren des Raumes verknüpft. Wenn man gut aufpasst und nicht so ungeduldig ist wie wir, ist der Plot eine runde Sache. Aber auch ohne das Gesamtkonstrukt komplett durchdrungen zu haben, kommt man am Ende ans Ziel.

Make a Break ist der alternative Escape Room Berlins mit Charakter. Bunt und mitreißend, wie die deutsche Hauptstadt. Wir glauben, dass die Zeiten der sehr einfach eingerichteten “Escape Rooms 1.0″ vorbei sind und daher arbeiten wir mit professionellen Szenenbildnern – die sonst Theaterbühnen und Freizeitparks einrichten – zusammen, um unsere Räume mit viel Liebe zum Detail einzurichten.

Besonders auffällig an diesem Escape Room war die Architektur der Räumlichkeiten selbst. Wir dürfen an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber hinter dem ersten Raum geht es auf unerwarteten Wegen weiter, um in das fiktive Westberlin zu gelangen. Die Requisiten sind aufwendig und mit Liebe um Detail gestaltet, sodass echtes Ostflair aufkommt. Zum Ende des Spiels steht man sogar vor einer sehr realitätsnahen Nachbildung der Berliner Mauer. Mehr Authentizität geht nicht. Unter den Gegenständen, die wir benutzen mussten, um weiterzukommen, waren sogar etliche funktionstüchtige Originale. Eine gewisse Ehrfurcht und ein bisschen Gänsehautgefühl begleiteten uns durch das ganze Spiel hindurch.

Der Schwierigkeitsgrad ist aus meiner Sicht im mittleren Bereich angesiedelt. Für manche Rätsel musste man sich sehr konzentrieren, was in einem kleineren Team sicherlich besser geklappt hätte. Drei bis vier Spieler würde ich für diesen Raum für ideal halten. Die Hilfestellungen passten vom Timing her sehr gut. Unser „Betreuer“ hat sehr gut beobachtet, wie er den Spannungsbogen durch gezielte Tips aufrecht erhalten konnte. Hier hatten wir in anderen Games schon schlechtere Erfahrungen gemacht. Wenn man an einer Stelle zum Verrecken nicht weiterkommt, kann sich das ganz schnell auf die Stimmung auswirken. So aber waren wir durchweg motiviert bis euphorisch und haben das Spiel dann ein paar Minuten vor der Zeit gelöst. Das Hochgefühl, den Fall der Berliner Mauer ausgelöst zu haben, ist nicht schlecht, das könnt ihr mir glauben.

Neunter November, Ostberlin. Trotz der Demonstrationen für Reisefreiheit in der DDR scheint die Berliner Mauer unerschütterlich zu stehen. Die überforderten Wachleute warten auf den Befehl… zu schießen oder nachzugeben? Der westdeutsche Bundesnachrichtendienst beauftragt Euch mit einer streng geheimen Mission. Ihr sollt falsche Befehle an die ostdeutschen Grenztruppen weiterleiten, nach denen sie die Grenzübergänge öffnen sollen. Als Belohnung winken Euch westdeutsche Pässe. Aber aufgepasst: Euch bleiben nur 60 Minuten bis die ostdeutschen Kommunikationswege blockiert sind! Während Eurer Mission werdet ihr Geheimdokumente von Ost- nach Westberlin schmuggeln und technische Kommunikationsanlagen gebrauchen. Brich durch die Mauer und bahne den Weg für einen Neuanfang im Westen!

Insgesamt können wir euch den Escape Room sehr empfehlen. Vor allem, wenn ihr in Berlin zu Besuch seid und euch mit der Berliner Geschichte auseinandersetzen möchtet. Für Berliner, die den Mauerfall miterlebt haben, weckt es alte Erinnerungen, sodass das Thema auch nach dem Game noch eine ganze Weile präsent blieb. Wir hatten viel Spaß und sagen danke an das Team von Make a Break!

Anzeige: Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch Make a Break – Escape Room Berlin – Vielen Dank für die Einladung zu diesem Spiel!

1 Kommentar

  1. Danke für den Beitrag. Ich kann es auch nur wärmsten Empfehlen, weil ich selber in der DDR-Zeit aufgewachsen bin und es total authentisch nachgestellt worden ist.

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