KlonBlog on Tour: Weltpremiere des G3 UNFOLD


Für uns sind Architekturthemen immer sehr interessant und spannend. Wenn es um funktionelles Wohnen geht, spitzen wir die Ohren. Gerade weil das Thema „Wohnen“ in Zeiten von steigenden Mieten immer wichtiger wird und Alternativen hermüssen.

Wir wurden von „G3 Spaces“ nach Amsterdam eingeladen, um der Präsentation ihres neuesten Projektes UNFOLD beizuwohnen. Einer neuen, innovativen Wohneinheit, die in Zusammenarbeit mit der britischen Firma TEN FOLD Engineering entwickelt wurde.


Deshalb haben wir unseren guten Freund und Architekten Jens Mayer von Format3 nach Amsterdam geschickt, um sich die Neuheit seiner Kollegen anzusehen. Design und Technik vereint ist ja nichts Neues. Wenn es sich allerdings um Wohnfläche handelt, wird es spannend. Und so war es auch hier.

UNFOLD ist eine spannende Erfindung, die nahezu grenzenlose Möglichkeiten für die Welt der mobilen Räume bietet“

Nur 5 Minuten vom Amsterdamer Schiphol Airport entfernt fand die Live-Präsentation von G3 Spaces statt. Um UNFOLD in Aktion zu sehen, betraten wir eine Lagerhalle, ca. 300 qm groß, komplett abgedunkelt und in eine abenteuerliche Stimmung getaucht. Als dann alle Vertreter der Fachpresse und Interessenten anwesend waren, ging es los. Ganz in Weiß, aber ohne Blumenstrauß, präsentierte sich dann unter leichter, leiser Musik das neue Projekt einer ausfahrbaren Wohneinheit.

UNFOLD, was im Deutschen so viel wie „ausbreiten“ bedeutet, begann dann auch damit, sich in der Halle auszubreiten. Die Seitenwände des UNFOLD wurden lebendig und begannen sich zu beiden Seiten zu bewegen. Aus einem normalen Standard-Container wurde ein Living Space.

Durch eine Art Ziehharmonika-Effekt schoben sich die Wände auf die Besucher zu. Nach knapp 20 Minuten war dann UNFOLD fertig damit, sich breit zu machen und stand nun in der Größe einer 2-Zimmer-Wohnung vor den Anwesenden. UNFOLD, so die Macher, kann man durch die Verwendung verschiedenster, austauschbarer Verkleidungen zu seinem persönlichen UNFOLD machen. So ist es auch möglich, die Einheiten zu stapeln, um so den Wohnraum zu erweitern.


Wie von den Machern mitgeteilt ist diese Einheit auch, in ausgefahrenem Zustand, von einer Größe von bis zu 100 qm lieferbar. Nicht nur das sich UNFOLD vergrößert, nein, auch im Startzustand ist es fast überall einsatzbereit und macht dieses Projekt zu etwas Besonderem.
Die Innenausstattung des UNFOLD ist simpel gehalten, aber dennoch funktionell und stylisch. Wie eine kleine bezugsfertige 2-Zimmer-Wohnung in Berlin Mitte. Für die Innenausstattung ist das Niederländische Designbüro Tjep verantwortlich. Der Innenraum ist bereits mit einer Heizung, einer Kühlung, Sanitärtechnik und Strom ausgerüstet.

Ein großer Vorteil ist also in jedem Fall die Mobilität gepaart mit dem technischen Vorsprung sowie die schon zum Interieur gehörenden Installationen.


Allerdings – UNFOLD lässt sich nicht mal eben mit einem Bulli versetzen. Es braucht schon eine größere Zugmaschine mit Anhänger, um UNFOLD von einem zum anderen Ort zu bewegen. Wenn man nicht gerade über wirklich große finanzielle Ressourcen verfügt, ist UNFOLD außerdem für den Otto Normalverbraucher eher schwer erschwinglich. Hat man jedoch die Ressourcen, stehen einem unfassbar viele Möglichkeiten offen, UNFOLD genau an seinen Bedarf anzupassen und in einem sehr innovativen, stylischen Objekt zu wohnen, zu arbeiten oder was auch immer.

Es ist schön, dass sich immer mehr Designer oder Architekten neuer Ideen annehmen, um das Problem des individuell nutzbaren Wohnraums neu zu erfinden. UNFOLD eine schöne architektonische Entwicklung, welche ihren Absatz in der Welt der Designverliebten finden wird.

Vielen Dank an G3, dass Sie uns zu Ihrer Präsentation eingeladen haben.

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