KlonBlog Test: TRY FOODS

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Vor mir steht eine Tasse dampfend heißer Kaffee. Jeden Schluck, den ich daraus trinke, nehme ich bewusst wahr und versuche die Breite der Aromen zu erfassen, die mir schon durch die Nase entgegenströmen. Ich bin leider unfassbar schlecht darin, einzelne Aromen tatsächlich zu identifizieren. Es reicht nur für ein langes und ehrliches „Mmmmmmhhhhhh“.

Eine kleine Broschüre hilft mir auf die Sprünge. Es handelt sich um fruchtiges Aroma, süße Karamellnoten und ein Hauch von Kakao. Naja, das üben wir noch. Vorhin beim Salz hatte ich es etwas leichter. Natürlich bin ich nicht von allein darauf gekommen. Aber seitdem ich weiß, dass das Kala Namak Salz nach gekochten Eiern schmeckt, ist das Aroma bei jedem Happs wirklich sehr präsent.

Dieses Aromenraten macht wirklich Spaß, und zum Glück gibt es in meinen Probiersets von TRY FOODS noch viel mehr Kaffee, Salz, aber auch Pfeffer und Olivenöl zu entdecken. Jörn Gutowski kam auf die brillante Idee, für jedes dieser Lebensmittel jeweils fünf unterschiedliche Sorten in Probiergröße abzupacken und damit jedermann zu ermöglichen, die tollsten Produkte auszutesten. Unabhängig vom Hersteller, sondern so zusammengestellt, dass der neugierige Feinschmecker ein möglichst breites Spektrum zu jedem Nahrungsmittel erfährt.

Ich bin ja sowieso dafür, dass wir uns die Selbstverständlichkeit abgewöhnen, mit der wir unsere Nahrung einkaufen, zu uns nehmen oder auch wegschmeißen. Nur sagt sich das immer so leicht, die Umsetzung erfolgt in Minischritten. Ihr kennt das sicher selbst. Zieht man bei den Eltern aus, heißt es erstmal Geld sparen beim Einkaufen. Mit steigendem Einkommen gönnt man sich vermehrt Qualität und leistet sich zunehmend auch mal was ganz Delikates. Vielleicht sogar Bioware, zunächst vereinzelt, dann immer häufiger. Und dann ist es um einen geschehen, plötzlich sind die Sinne geschärft und man kann nicht mehr zurück.

Die Probiersets von TRY FOODS können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Denn gerade über Pfeffer und Salz denken wir doch beim Einkaufen am wenigsten nach. Es macht jedoch einen Unterschied, ob man normales Kochsalz oder Meersalz verwendet. Oder ob man mit weißem Pfeffer aus dem Streuer oder gutem, frisch gemahlenem Pfeffer würzt. Irgendwann ist man reif für diese Entdeckung, auch wenn man es vorher übertrieben fand.


Bevor Jörn Gutowski ein Produkt in sein Sortiment aufnimmt, lernt er es ausgiebig kennen. Nachhaltiger Anbau, extensive Bewirtschaftung der Flächen, fairer Handel und Bioqualität sind die Voraussetzungen, die jedes Lebensmittel mitbringen muss, bevor es verkostet wird. Er selbst hat dabei sehr viel gelernt, und er lässt uns auf sympathische Art an seinem Wissen teilhaben. Zu jedem Probierset gibt es eine ausführliche Broschüre, die keine Frage offen lässt. Auch auf der Website von TRY FOODS gibt es viele Informationen zum Nachlesen. Alle Texte sind dabei sehr persönlich und spannend geschrieben, so dass es Spaß macht, sie zu lesen.

Zuletzt möchte ich noch das schlichte und schöne Corporate Design erwähnt haben. Es wird konsequent durchgezogen und vermittelt Wertigkeit und Qualität. Verantwortlich hierfür ist die Londoner Designagentur PostlerFerguson, mit der Jörn von Anfang an zusammenarbeitet. Verpackungsmaterial wird leider reichlich verwendet, was sich bei einem Probierset vielleicht auch nicht vermeiden lässt, vor allem wenn es um den Erhalt der verschiedenen Aromen geht.

Der große Nachteil an den Probiersets von TRY FOODS:  Herkömmliche Salz-, Pfeffer-, Kaffee- und Olivenölsorten aus dem Supermarkt werden eure Geschmacksnerven zukünftig beleidigen. Aber es gibt schlechtere Wege, sein Geld auszugeben, als es in gute Lebensmittel zu investieren.




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