KlonBlog testet den BMW i3 // Teil 1: Elektroautos im Alltag

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Vor kurzem kam BMW auf mich zu und fragte, ob ich nicht Lust hätte, den i3 zu testen. Selbstverständlich sagte ich sehr gerne zu, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen mag ich die Autos aus dem Hause BMW, und zum anderen hat es mich sehr interessiert, mal mit einem Elektroauto rumzufahren. Denn obwohl hier in Berlin immer mehr von denen zu sehen sind, habe ich kaum Ahnung davon, wie es ist, ein E-Auto im Alltag zu benutzen.

Meinen Testbericht zum BMW i3 habe ich in drei Beiträge unterteilt. In diesem ersten Beitrag hier möchte ich zunächst recht allgemein auf das Thema „Elektroautos“ eingehen und euch ein paar der wichtigsten Fragen dazu beantworten. Der zweite Teil, der in ein paar Tagen kommen wird, wird die Technik des i3 behandeln, und im abschließenden dritten Beitrag – wiederum ein paar Tage später – sage ich euch meine Meinung zum Design des i3 und gebe mein Fazit zum Test.

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Als mir BMW vor ein paar Wochen den i3 für meinen Test vor die Tür gestellt hat, wusste ich noch nicht einmal, wo sich in meiner Umgebung Ladestationen befinden. Glücklicherweise bekam ich gleich zu Beginn eine kurze Einführung, bei der ich unter anderem erfuhr, wie ich eine Ladesäule finde, wie das mit dem Laden abläuft und wie weit ich mit einer Ladung komme. Und weil ich in den Tagen danach noch einiges dazugelernt habe, möchte ich mein neu erworbenes Wissen im Folgenden mit euch teilen.

Wie finde ich die nächste Ladestation?

Was für Benziner und Diesel-Fahrzeug die Tankstelle ist, das ist für das Elektroauto die Steckdose. Ist man mit einem E-Auto unterwegs, dann ist es jedoch nicht ganz so offensichtlich, wo man Strom tanken kann. Manche E-Tankstellen sind irgendwo am Rande der Stadt versteckt, andere befinden sich in Parkhäusern. Zum Glück hat der i3 ein Navi an Bord, das die Strom-Ladestationen im Umkreis oder entlang der Route anzeigt. Dazu gibt es weitere Informationen wie den Anbieter, die Art der Stecker und ob die Station belegt ist. Bei meinen Testfahrten hat das immer super funktioniert, allerdings fand ich die App ChargeNow noch eine Spur übersichtlicher. Die stammt auch von BMW und zeigt die Ladestationen auf dem Smartphone an. Es gibt auch etliche weitere Apps, und auch Internet-Seiten wie PlugFinder sind bei der Suche nach dem Strom behilflich.

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Wie funktioniert das mit dem Laden?

Der Ladevorgang geht echt richtig einfach: Man sucht sich eine Ladesäule, holt das Kabel, das mit dem Auto mitgeliefert wird, aus dem Kofferraum und steckt es ins Auto und in die Ladestation. Dann entsperrt man die Station entweder mit einer Karte, die man vom Anbieter bekommen hat, oder durch Scannen des QR-Codes – und schon beginnt der Strom zu fließen. Währenddessen ist das Auto verriegelt, und das Kabel kann nicht mehr herausgezogen werden. Erst wenn man das Fahrzeug wieder aufschließt und der Ladevorgang beendet ist, kann man das Kabel wieder entfernen. Einfach, oder

Kann ich das Auto auch an einer ganz normalen Steckdose aufladen?

Absolut! Allerdings sollte man vorher seine Technik nochmal überprüfen lassen, damit nachts nicht die Sicherung rausfliegt. Bei meinem Versuch mit dem i3 hat alles gut geklappt, und über Nacht war der Akku wieder voll geladen. Das ist nicht nur praktisch, es ist auch noch die kostengünstigste Variante.

bmw-i3-kb-test-orig-2Foto Copyright by BMW

Wie viel kostet eine Ladung?

Das ist schwierig zu sagen. Es gibt etliche Anbieter von Strom-Tanksäulen, und deren Gebühren unterscheiden sich stark. Manche sind kostenlos, bei anderen zahlt man entweder für die Kilowattstunden oder für die Tankzeit. Meistens muss man sich bei einem Anbieter anmelden und bekommt eine Karte zum Bezahlen. Eigentlich müsste man also mit 20 Karten im Auto unterwegs sein. Bei meinem Test habe ich bei ChargeNow getankt. Dort bezahlt man nach Tankzeit. Die Höhe der Gebühren ist von der Tageszeit abhängig und liegt zwischen 1,20 und 2,40 pro Stunde. Zusätzlich muss eine monatliche Grundgebühr von 9,50 Euro bezahlt werden. Lädt man den i3 über Nacht kann es dadurch schon mal etwas teurer werden. Am günstigsten kommt man natürlich an der eigenen Steckdose weg, da zahlt man nur etwa 25 Cent für eine Kilowattstunde. Das macht rund acht Euro für einen vollen i3-Akku und somit bis zu 300 Kilometer Reichweite

Wie lange dauert eine Ladung?

Dazu gibt es ganz unterschiedliche Berichte, und auch bei meinem Test waren die Erfahrungen nicht immer gleich. Das liegt daran, dass sich die Ladestationen unterscheiden. Üblich sind welche mit 11 und mit 22 kW – erstere stehen fast überall, die mit 22 kW sollen in Zukunft immer häufiger zu finden sein. Bei mir dauerte es immer so um die fünf Stunden, bis der Akku des i3 voll geladen war, im Netz habe ich aber auch schon von drei bis vier Stunden gelesen.

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Was ist, wenn ein „normales“ Auto eine Strom-Ladestation zuparkt?

Das ist ganz verschieden und hängt auch vom Bundesland ab. In Hamburg soll man sich beispielsweise an den Betreiber der Ladesäule wenden. In Berlin wendet man sich an das Ordnungsamt, das dann theoretisch den Falschparker abschleppt – das klappt jedoch nur zu den Dienstzeiten des Amts. Meiner Erfahrung nach ist die Infrastruktur für E-Autos hier in Berlin leider noch nicht wirklich ausgebaut. Sowohl im Umkreis meiner Wohnung als auch in der Nähe meines Büros gibt es nicht so viele Ladestationen. Und die sind dann nicht selten von Carsharing-Autos blockiert. Ich finde, dass es an jedem großen Parkplatz, an jedem Bahnhof und an jedem Einkaufscenter eine Strom-Station geben sollte.

Wie weit kommt man mit einer Ladung?

In Sachen Akkus passiert bei den E-Autos derzeit einiges, was die Leistung und damit die Reichweite erhöht. Der i3 hat mittlerweile einen Stromspeicher von 94 Ah, womit ich immer um die 200 Kilometer weit kam. Das hing allerdings von der Fahrweise und der Geschwindigkeit ab – anders ist es bei Benzinern aber auch nicht. Die Außentemperatur beeinflusst die Reichweite zusätzlich, beim derzeitigen Wetter habe ich davon allerdings nichts gemerkt. Im Durchschnitt lag der Verbrauch bei mir bei rund 16 kWh. Damit es unterwegs nicht zu unangenehmen Überraschungen mit einem leeren Akku kommt, bietet BMW seit einer Weile die Möglichkeit, einen Range Extender einbauen zu lassen. Was der kann, erfahrt ihr dann im nächsten Beitrag über meinen Test mit dem i3.



Fotos Copyright by BWM & KlonBlog
Sponsored Post. Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch BMW. Vielen Dank für das Testfahrzeug.

4 Kommentare

  1. Mit freundlicher Unterstützung von BMW bedeutet, dass sie nur das Fahrzeug gestellt haben oder wurden andere Kosten übernommen (Flug Hotel) oder floss auch Geld? Falls. Ja sollte Werbung auch als Werbung gekennzeichnet werden.

  2. Danke für den tollen Artikel zum i3. Ich bin gerade sehr neugierig welche aktuellen Elektroautos es gbt. Habe gerade gelesen, dass die neuesten Modelle mittlerweile bis 500 km Reichweite kommen sollen. Also sogar noch weiter als der i3. Trotzdem ein tolles E-Auto. Viele Grüße aus Stuttgart

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