Langzeitbelichtung mal anders

jaskolska-04

Alte Lagerhallen, Tiefgaragen Betonwände, Kapuzenpullis  und viel Graffiti. Bei solchen Locations hat man sofort eine ganz bestimmte Art von Bildern im Kopf. Leider ähneln sie sich all zu oft und es kommen nur selten neue Ideen dazu. Einzige Abwechslung darin bieten meist nur die unterschiedlichen Grafittis oder die Betonstruktur. Model und Pulli sind in der Regel austauschbar. Deswegen ist es schön, dass es trotzdem Leute gibt, die die Thematik trotz der wenigen „Marktlücken“ nicht einfach fallen lassen. So zum Beispiel…

Joanna Jaskolska, ein polnischer Fotograf, der es schafft „frischen Wind“ auf den Beton zu bringen. Die leuchtenden Linien in seinen Bildern sollen nicht digital erstellt worden sein. Das einzige Eingreifen durch Photoshop sei die Farbkorrektur gewesen, so Jaskolska weiter. Nun, für diejenigen, die sich grade fragen:“What da f***! Wie nur…?“ ein wenig zur Theorie: Je länger die Belichtungszeit, desto mehr „verschwimmen“ sich bewegende Gegenstände. Macht man das nun mit Licht, kommen dabei sehr schöne Lichteffekte heraus. Soweit, so gut. Aber wieso ist das Model nicht verschwommen? Das liegt daran, dass in die Aufnahme hineingeblitzt wurde. Ist die Belichtungszeit lang genug und das Model bewegt sich sehr schnell, so wird es auf der Aufnahme nicht erscheinen. Blitze ich jedoch das Model an, „sieht“ die Kamera es für einen Bruchteil. Da das Model nun zu diesem Zeitpunkt perfekt ausgeleuchtet ist, kann der Sensor es auch abbilden. Vorher ist es schlichtweg zu dunkel. Wenn man das einmal verstanden hat, ist der Kreativität viel Spielraum gegeben. Also, besorgt euch ne schicke Lampe und los geht es. Ach ja, Stativ nicht vergessen.

 

 

(via)

2 Kommentare

  1. Irgendwie glaube ich an die Aussage von dem Fotografen nicht. Die müssten sich ja verdammt schnell bewegen, zumindest auf dem zweiten und vierten Bild wird das nicht möglich sein sich so schnell bewegt zu haben, daher wird es bestimmt mehr als nur eine „Farbkorrektur“ sein. ich bin kein Experte auf dem Gebiet, fotografiere nur in meiner Freizeit, vielleicht sind die Experten da anderer Meinung.

    Aber es sieht schon richtig cool aus, sollte es wirklich stimmen könnte es für viele neue kreative Ideen/Möglichkeiten auf diesem Gebiet schaffen.

  2. ich bin auch Neuling als Fotograf und kann sagen dass richtig fotografieren eine Kunst und ne Wissenschaft ist ..es kann zwar jeder auf den Auslöser drücken aber um sich als Fotograf zu nenen braucht man ne Zeit der Übung und Schulung..

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein