Michael Voropaev – einsam und melancholisch in der quirligen Metropole

Je größer eine Stadt, desto intensiver ist die Entfremdung zu spüren. Moskau, die Hauptstadt voller Fremden. Es sind Passanten, die vorbeigehen, ohne den anderen eines Blickes zu würdigen. Es sind Nachbarn, die nie grüßen. Es ist ein Reich der seelenlosen Plattenbauten, bar jeglicher Individualität. Hier lebt man neben einander und nicht miteinander. So oder ähnlich sieht es Michael Voropaev, der die Tradition von Neo-Noir für den russischen Kontext neu definiert und anpasst.

Jede Großstadtexistenz erweist sich aus seiner Sicht als unendlich tragisch, denn es ist ein Dasein, geprägt von der Einsamkeit und Melancholie. Vielleicht ist diese melancholische Stimmung eine Art Schutzreaktion auf die Herausforderungen des Großstadtlebens. Womöglich trägt die Traurigkeit zur Entschleunigung von dem halsbrecherischen Lebenstempo bei, das diese unruhige Stadt ihren Bewohnern aufzwingt? Wer weiß… Einfach die Bilder anschauen und versuchen, sich in diese Menschen hineinzuversetzen.









(via) Copyright Michael Voropaev

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