Mit 4.000 Schrauben macht Andrew Myers sein Gemälde für Blinde erlebbar

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Wieso ist er bloß nicht schon früher auf diese geniale Idee gekommen? Andrew Myers’ Künstler-Visitenkarte ist es ja, seine Werke aus Schrauben zusammenzusetzen. Der für ihn typische Bildpunkt-Stil zeichnet den Großteil seiner Skulpturen aus. Eines Tages hat der kalifornische Künstler beobachtet, wie ein blinder Besucher eines seiner Ausstellungsstücke mit den Fingern abtastete. Heute beschreibt Andrew diesen Moment als einen der inspirierendsten seiner gesamten Karriere. Und geht seitdem der Frage nach, wieso es ein solches Tabu ist, Kunst anzufassen. Denn nicht für jedes Kunstwerk sei es seiner Meinung nach nötig, Berührung aus Schutzgründen zu verbieten.

Ergebnis dieser Überlegungen ist eine Ausstellung in der „Cantor Fine Art“-Galerie: „Please touch the art“ lädt die Besucher dazu ein, in Interaktion mit der Kunst zu treten. Dafür hat Andrew Myers ein „taktiles“ Gemälde des blinden Waldarbeiters George Wurtzel angefertigt. Und das lässt sich sowohl mit den Augen als auch mit den Fingerspitzen bestaunen, wie der Porträtierte vorab selbst ausprobieren durfte.





(via) all images and video courtesy of Cantor Fine Art

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