Mit LEGO den Umgang mit Tod & Trauer erlernen – Wiener Bestattungsmuseum macht’s vor

Der Wiener Zentralfriedhof gehört, mit teils prominenter Belegung, zu den größten und bekanntesten Friedhöfen der Welt. Ehrengräber erinnern an Ludwig van Beethoven sowie Johann Strauß – Vater und Sohn. Derzeit erlangt der Friedhof aus einem anderen Grund internationale Berühmtheit. Nämlich mit LEGO Sets über Tod und Trauer.

Zugegeben, es gibt schönere und einfachere Themen als den Tod. Der Verlust eines geliebten Menschen wiegt immer schwer. Besonders schwierig ist es, Kindern zu erklären, warum Opa oder Oma nicht mehr aufwacht. Das Bestattungsmuseum auf dem Wiener Zentralfriedhof ist in der Vergangenheit wieder und wieder mit Fragen wie: „ Kann ich mein Kind zur Beerdigung des Großvaters mitnehmen?“, oder: „Was kann ich tun, wenn mein Kind trauert?“, konfrontiert worden.

Nach einem Brainstorming haben sich die Mitarbeiter entschieden, das schwierige Thema auf ihre eigene Weise kinderfreundlich aufzubereiten: mit LEGO. Ein Wiener Unternehmen hat nach Entwürfen und in Zusammenarbeit mit dem Wiener Landesverband für Psychotherapie die verschiedenen Sets entwickelt, die offiziell nicht zum LEGO Portfolio gehören. Im Webshop ist daher die Rede von „Modellen aus LEGO Komponenten“.

Bestatter, Skelette und Grabsteine im LEGO Format lassen uns womöglich zunächst Bauklötze staunen, wirkt das Ganze doch etwas morbide. Am Ende sollen die Figurensets und Modelle jedoch helfen, über ein Thema zu sprechen, das uns oft in eine Lage versetzt, wo uns die Worte fehlen.







(via) Copyright Lego® I B&F Wien – Bestattung und Friedhöfe GmbH

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