Moderne Vespa in schlankem Design und mit Elektromotor

Vielen Filmstars war sie flotter Fahruntersatz und auch beim einen oder anderen unter Euch dürfte der Roller nostalgische Gefühle wachrufen. Gemeint ist natürlich die Vespa. In der Neuinterpretation von Giulio Iacchetti weicht das Knattern des Motors einem zarten Schnurren. Der Industriedesigner hat seine „Vespampère“ nämlich elektrisiert. Designtechnisch wagt er einen Blick zurück und gibt dennoch einen Ausblick in die Zukunft.

Giulio Iacchetti, industrial designer since 1992, designs for many brands including Abet Laminati, Alessi, Artemide, Ceramiche Refin, Danese, Fontana Arte, Foscarini, Magis, Moleskine, Pandora design. The distinctive characteristics of his work is the research and definition of new object typologies, like the Moscardino, the biodegradable spoon/fork designed with Matteo Ragni and for which, in 2001, he has been awarded with Compasso d’Oro.“

 

Typische Designelemente in Anlehnung an die Vespa 98 sorgen für den Wiedererkennungswert. Dennoch wurde hier und da verschlankt, um den Roller beweglicher und aerodynamischer zu machen. Das geht auch ohne Weiteres, denn der Elektromotor braucht weniger Platz als der herkömmliche Verbrennungsmotor. Die zeitgemäße Übersetzung der ersten serienmäßigen Vespa bedient sich moderner Technik. Eine App erlaubt es Dir, den aktuellen Verbrauch im Auge zu behalten. Das dazu benötigte Smartphone findet direkt in der Lenkermitte seinen Stammplatz.













(via) Copyright Vespa Piaggio I Giulio Iacchetti

4 Kommentare

  1. Meine Meinung: Form follows fun vs. form follows function.

    Der Reiz des ursprünglichen Vespadesigns lag auch darin, dass der Roller die Möglichkeit bot, einen Helm und eine Jacke unter der Sitzbank verstauen zu können. Ausserdem hatte das Beinschild auch noch ein kleines Fach für z.B. Werkzeug. Diese Funktionalität geht diesem (R)e(tro)-roller leider ab.

    Design, das sich nicht an Funktion orientiert, ist nur Design und wird nie Klassiker.

  2. Da muss ich dagegenhalten:

    mir persönlich ist die Ästhetik, auch von Gegenständen des alltäglichen Lebens, unglaublich wichtig. Ich umgebe mich gerne mit schönen Dingen und sei es nur ein einfaches Küchenutensil.

    Aus Sicht einer Frau ist es nichts ungewöhnliches sich auch unpraktische Dinge zu kaufen und diese innig zu lieben, wenn man sie einfach schön findet (vielfach zu sehen bei der Mode!).

    Ich habe diese Designstudie der Vespa gesehen und war (obwohl ich rein gar nichts mit Kleinkrafträdern am Hut habe) einfach begeistert von der Schönheit und würde ihn mir vermutlich auch deswegen schlicht kaufen.

    Einfach eine wunderschöne Arbeit, die sicherlich ihre Liebhaber finden würde!

  3. Super schön!
    Zum ersten Mal seit Jahren, dass bei mir ein Design im Bereich Mobilität einen spontanen Kaufwusch auslöst ;-)

  4. Das soll Design sein ? Einfach nur kathastrophal versagt.
    Design ist nicht nur bischen Modellgeschnitze, es hat ganz andere Ansprüche wie : Funktionalität, Esthetik, passende Formgebung und viel mehr.
    So macht man einen Klassieker kaputt…allein dieses zusammengemurkste Vorderrad ist so peinlich….und der Heckausschnit wo ein Helm passen könnte.
    Sowas ist Spielerei und kein Design.-
    Da kann man dem Kommentar von Michael Piesbergn nur voll zustimmen.
    Wo bleibt der der Lehrsatz : form follows funktion

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