Motivationsschreiben als Rapvideo: Mit Gangster-Flow zum neuen Job?


Leute mit einem Abschluss in „irgendwas mit Medien“ gibt es wie Sand am Meer. Wer die Welt von Show und Marketing erobern will, sollte daher vor allem eins: auffallen. Klar, man kann es wie Stefan Raab machen und dem Bewerbungsschreiben Honig und Pinsel beilegen, um mit den Worten zu enden: „Ich will Ihnen gar nicht weiter Honig ums Maul schmieren. Stellen Sie mich doch einfach ein.“ Oder aber man macht es wie Chase Zreet aus Texas. Mit einem eigens produzierten Rapvideo sucht der Copywriter um eine Stelle bei der renommierten Agentur Wieden + Kennedy in New York an, die unter anderem Kunden wie Sprite mit frischem Content versorgt.

Für seinen Traumjob hat sich Chase Zreet nicht nur ordentlich in Schale geworfen, sondern auch ordentlich ins Zeug gelegt. Mit viel Bling Bling, schrillem Sakko in markenkonformen Sprite-Farben und schräger John-Lennon-Brille liefert er sein Motivationsschreiben mit Gangster-Flow ab. „Can I write, can I write for Sprite? My rhymes are nice, and my scripts are tight. No kids, no wife. I can work all night“, sind die Argumente, die der Kreative in den Bewerberpool schmeißt. „I really wanna work for you, like I mean really, really though“, klingt fast schon nach Verzweiflung. Doch am Ende ist es allein der Aufwand, den der Typ betrieben hat, der Erfolg verspricht. Tatsächlich ist eine Mitarbeiterin des Mutterkonzerns Coca-Cola im Atlanta-Headquarter bereits auf den copywriter-turned-gangster aufmerksam geworden und lobt das kreative Engagement. Was meinst Du, kriegt er den Job bei W+K?

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