Online – das kann wirklich jeder

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Als Designer und Blogger bin ich zwangsläufig online vertreten. Das Internet ist quasi mein zweites Zuhause geworden, mein Büro und ein Ort, an dem ich mich mit Freunden austausche. Deswegen bin ich immer wieder überrascht, wenn mir bewusst wird, dass es viele Menschen gibt, denen es nicht so geht. Privat mag das ja kein Problem sein, aber als Unternehmen führt fast kein Weg daran vorbei, online präsent zu sein.

Skandinavien sticht in Sachen Onlinepräsenz deutlich hervor – mal wieder. Nicht nur in puncto Design haben die nordischen Länder ein Stilbewusstsein, das beispielhaft ist. Der Großteil der Unternehmen in diesen innovationsfreundlichen Länder hat längst erkannt, wie wichtig eine eigene Homepage ist. In Finnland haben 94 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern einen Internet-Auftritt – Platz eins unter den europäischen Ländern. Es folgen Dänemark mit 92 Prozent und Schweden mit 89 Prozent. Erst dann kommt mit Österreich, wo 86 Prozent der Unternehmen online vertreten sind, ein mitteleuropäisches Land. Knapp dahinter befindet sich Deutschland auf Platz fünf: 84 Prozent der Unternehmen hierzulande haben einen eigenen Webauftritt. Diese Daten stellt der Branchenverband BITKOM bereit.

Ein fünfter Platz klingt zwar gar nicht schlecht, relativiert sich aber, wenn man bedenkt, dass Deutschland die größte Wirtschaft in Europa hat. Außerdem bedeutet es, dass Tausende Unternehmen auf ihre digitale Visitenkarte verzichten, die oft den ersten Kontakt zum Kunden herstellt. Hier kann sich das Unternehmen darstellen und über seine Produkte, Dienst- und Serviceleistungen informieren. Während man sich bis vor einigen Jahren für die Erstellung einer Webseite Hilfe in Form eines Programmierer suchen musste, haben sich große Provider heute so ausgerichtet, dass sich auch Laien problemlos eine Homepage bauen können.


So bietet beispielsweise der Anbieter 1&1 MyWebsite an. Je nach Paket sind dort verschiedene Leistungen inbegriffen. Immer aber wird die Website auf eigenen Servern gehostet und man bekommt eine eigene E-Mail-Adresse. Als Designer sind für mich natürlich die verfügbaren Templates besonders wichtig. Sie sind branchenspezifisch gestaltet und sehr schlicht – in meinen Augen ein absolut positiver Aspekt. Getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ schafft man hiermit die Basis seiner Seite. Mit wenigen Klicks sind Apps installiert und die Homepage schnell ans Unternehmens-Konzept angepasst. Richtig praktisch ist das Social-Media-Tool, das die neuesten Posts auf der Homepage anzeigt. Ein Newsletter-Button ist mittlerweile ein Standard-Element auf einer Homepage, macht aber nur Sinn, wenn der Newsletter auch tatsächlich informativ ist.

Wem das alles zu kompliziert ist, der kann sich die Seite im Paket gestalten lassen. 1&1 by Experts heißt das Angebot, das einem die gesamte Arbeit abnimmt. Die monatlichen Preise sind dementsprechend etwas höher, aber auch die Pflege der Homepage wird übernommen. Wer absolut keine Zeit für die Erstellung und Pflege seiner Weibseite hat, für den mag das Angebot durchaus interessant sein.

Unter dem Strich verfügen 16 Prozent der Unternehmen hierzulande über keine eigene Homepage – und dafür gibt es keinen Grund. Zwar fallen gewisse Kosten an, aber die sind eher gering. Die Aussicht, Kunden online auf sich aufmerksam zu machen, rechtfertigen in jedem Fall die zusätzlichen Ausgaben. Wenn sich diese Einsicht verbreitet, hat Deutschland gute Chancen, vom fünften Platz aus durchzustarten.


Bildquelle:
aboutpixel.de / Couple relaxing at home © Mark Chambers
aboutpixel.de / business man reading tablet pc © Markus Gann

1 Kommentar

  1. In der Tat erstaunlich, wer einen Homepagebaukasten sucht kann gerne auch auf unserer Homepage vorbeischauen, dort gibt es Informationen und Tests zu diversen Anbietern wie Jimdo, Strato, Webnode und einigen anderen

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