„Perpetual Vandal Boxes“: Die Sisyphusarbeit der Street Artists

Oft ist es eine Nacht-und-Nebel-Aktion, ein Graffito an die Wand zu bringen. Viele Graph Artists gehen auf einem schmalen Grat zwischen Vandalismus und künstlerischem Schaffen. In einer kreativen Kollaboration haben Parse/Error und NeurOne das beschwerliche Leben zweier Street Artists exemplarisch veranschaulicht. Die „Perpetual Vandal Boxes“ zeigen die beiden Künstler in der Endlosschleife beim Sprayen und bringen damit den ephemeren Charakter von Graffiti zum Ausdruck.

So schnell, wie die Wand nicht mehr weiß ist, ist das Kunstwerk auch schon wieder verschwunden, entweder weil es übermalt wurde oder weil die Farbe der Witterung zum Opfer fiel. Das Daumenkino in der Box spielt damit auf den Sisyphus-Mythos an. Nachdem Sisyphus dem Gott der Unterwelt ein Schnippchen geschlagen hatte, wurde er dazu verdammt, einen Felsbrocken einen Hang hinaufzurollen – immer wieder von neuem. Die redensartliche Sisyphusarbeit konnte er jedoch nie fertigstellen, weil ihm der Koloss kurz vor dem Ziel immer wieder aus den Händen glitt.







(via) Copyright Parrse/Error I NeurOne

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