pfand-gehoert-daneben.de: Helft Pfandsammlern in Berlin!


Letztes Jahr hatten wir bei grafiker.de das Projekt pfandgeben.de vorgestellt, das in kürzester Zeit sehr viel Zuspruch unter der Bevölkerung fand. Pfandsammler können sich dabei via Handy (wer keins hat, bekommt durch Spenden eins gestellt) in einer Datenbank anmelden und kontaktiert werden, wenn es irgendwo Pfand abzuholen gibt. Dieses soziale Engagement rund um das Thema Pfand zieht nun weiter seine Wege. Heute morgen auf dem Weg ins Büro, blickte mich an der Revaler Straße eine weiße Pfandkiste am Ampelmast an. Dahinter steckt die Kampagne „Pfand gehört daneben„. Dazu wurden Getränke-Kisten des Supporters „Lemonaid“ umfunktioniert, um sie an Laternen- und/oder Ampelmasten anzubringen. Darauf der Hinweis des Projektes: „Mülleimer zu durchsuchen ist gefährlich – und demütigend. Stellt eure Pfandflaschen deshalb daneben. Oder in dieser Kiste. Danke!“.

Klarer Hintergrund: In vielen Großstädten klafft eine riesige Schlucht zwischen Arm und Reich. Für die einen sind es eben nur 8 Cent – für die anderen sind diese 8 Cent so wertvoll, dass sie dafür in öffentlichen Mülleimern wühlen. Also zeigt eure soziale Seite, denn jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Stellt eure Pfandflaschen einfach neben den Mülleimern oder in die auffallenden Getränke-Kisten in Berlin. Schöne Sache, die sich wahrscheinlich auch auf andere deutsche Großstädten ausbreitet. Auch Stars wie die Beatsteaks oder Jennifer Rostock unterstützen das Projekt.

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7 Kommentare

  1. Die Idee ist sehr cool! Ich persönlich stelle meine Getränkeflaschen auch immer neben den Mülleimer und nicht in den Mülleimer. Hab mir das vor Jahren einfach angewöhnt, weil ichs netter gegenüber den Pfandflaschen-Sammlern finde. ;-)

  2. “Mülleimer zu durchsuchen ist gefährlich – und demütigend. Stellt eure Pfandflaschen deshalb daneben. Oder in dieser Kiste. Danke!”

    WOW – die Idee finde ich gut. Mülleimer zu durchsuchen ist demütigend. ich habe heute etwas gelernt!

    Ich hoffe die Kiste wird *pflicht* neben *“Gelbe Säcke“, „blauen Tonnen“ – usw…

  3. So ein Schwachfug. Das is wie, wenn’ma darauf hinweist beim Aa-Machen die Klobrille runterzumachen oder beim Pipimachen die Hose runterzuziehen, na ach was. Ab davon verschandeln diese Kisten, die generell auf (wenn überhaupt) Halbmast hängen und mit allem möglichen Müll gefüllt werden, die Ampelpfähle. Alles in allem also eine ziemlich stumpfsinnige Aktion.

  4. Für die Flaschensammler ist so eine Pfandkiste natürlich wirklich eine sehr nützliche Einrichtung, die ich auch für unterstützenswert halte. Jedoch sehe ich auch die Gefahr, dass die Kisten bei inflationärem Einsatz das Stadtbild negativ beeinflussen. Vielleicht könnte man sich bei der Anbringung auf die einschlägigen Orte (z. B. vor Bahnhöfen und Diskotheken) beschränken. Wenn jedoch alle ihre Pfandflaschen neben den Mülleimer stellen würden, dann wäre das die beste Alternative. Ich glaube nämlich, dass bei der nicht geringen Anzahl an Flaschensammlern kein Behältnis längere Zeit ungeprüft bleibt. Entsprechend schnell werden Pfandflaschen neben Mülleimern und aus Pfandkisten entfernt, so dass die Pfandkisten dann schon fast überflüssig sind.

    • Schließe mich deiner Meinung ebenfalls an.
      Gerade in Berlin werden mehr als genug Pfandsammler unterwegs sein, die die Flaschen in kürzester Zeit mitnehmen.

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