Pizza-Bikini: Bademode zum Anbeißen?


Gestern war der internationale Bikini-Tag. Was harmlos und einfach nur nach Sonne, Strand und Meer klingt, hat eigentlich einen dunklen Hintergrund, der uns 71 Jahre in der Zeit zurückwirft, als der Kalte Krieg gerade erst an Fahrt gewann. Am 1. Juli 1946 wurde die dritte Atombombe nach „Little Boy“ und „Fat Man“ auf bewohntes Gebiet abgeworfen und zur Explosion gebracht. Diesmal nicht über Japan, sondern einem entlegenen Atoll mitten im Pazifischen Ozean mit dem Namen Bikini. Vier Tage später wurde die gleichnamige Bademode stolz präsentiert und die Werbesprache war aufgeladen mit Begriffen, die an die nuklearen Tests auf Bikini-Atoll erinnerten.

Heute fehlt der Bikini-Werbewelt jeder Hauch dieser tödlichen Entstehungsgeschichte (Bis heute ist das Bikini-Atoll unbewohnbar und viele Bewohner der Marshallinseln haben durch US-Nuklear-Tests ihre Heimat verloren). Stattdessen bleibt ein Hauch von nichts – mit schrillen, ausgefallenen Mustern. Pünktlich zum Bikini-Tag zelebrieren die Pizza-Profis von Villa Italian Kitchen aus New York die knappe Bademode auf etwas andere Art und Weise mit typisch italienischen Zutaten. Nur heute kleidet ein Food-Stylist zahlungswillige Damen – der essbare Bikini kostet 10.000 Dollar! – in ein Kleid aus Vollmilch-Mozzarella, Tomatensauce und scharfen Pepperoni. Lustige Idee, so ein Pizza-Bikini, allerdings ist er nicht wasserfest und ein bitterer Nachgeschmack bleibt für mich dennoch …



(via)

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