Plakatmotiv von Bloomy Days zum Valentinstag sorgt für Kritik

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Vielleicht sind euch diese Plakate auch schon bei euch in der Stadt aufgefallen. Der Online-Blumenversand „Bloomy Days“ möchte mit diesem Motiv die Männerwelt ansprechen und an den Valentinstag erinnern. Dabei möchte man weg vom Rote-Rosen-Klischee. Deshalb sieht man auf dem Plakat auch eine sich entfaltende Mohnblume, die gleichzeitig an das weibliche Geschlechtsorgan erinnern soll. Gründerin Franziska von Hardenberg dazu: „Ich wollte, dass es knallt und dass wir auffallen“. Das ist mit Sicherheit erreicht, denn man guckt schon zweimal hin. Allerdings sorgte die Aktion mit dem beigemengten Sexismus auch für saftige Kritik. Mich stört die Aussage, dass Frauen anscheinend schneller die Beine breit machen, wenn sie tolle Blumen bekommen. Deshalb wird den Männern auch schon mal ein „erfolgreicher“ Valentinstag gewünscht. Das ist irgendwie daneben. So tickt doch keine Frau!

(via & via)

6 Kommentare

  1. Lass doch mal die Kirche im Dorf!
    Durch diese Werbung wird keine Frau gezwungen irgendwas zu machen.
    Die Werbung ist kreativ, provokant und anders – und somit gelungen!

    Da find ich hier manch so „ästhetische“ Erotikbilder deutlich klischeelastiger und sexistischer…

  2. yo, es suggeriert nicht anderes als „ist der Strauß extra teuer, lässt sie sich sofort auf den Rücken fallen“ oder geht vor Freude auf die Knie. Absolut daneben. Passt aber immer noch in unsere Welt eines Strauß-Kahn, Brüderle oder Berlusconi.

  3. Ich stimme Rick zu….
    Das ist eine Blume und kein Bild eines weiblichen geschlechtsorgans…
    Ich finde die Werbung gelungen. Allein schon das darüber geredet wird, zeigt doch das der Blumenladen sein Ziel erreicht hat.
    Warum reden eigentlich alle von sexismus… Genauso könnte doch da eine Blume abgebildet werden, die so aussieht wie ein penis. Wenn dies der Fall ist, schreit keiner „oh sexismus!!!“

    • Also mir persönlich geht es gar nicht um die Darstellung. Man sieht ja wirklich nur eine Blume. Mich stört einfach diese Aussage im Hintergrund: Schenk ihr Blumen und dann kann sie dir nicht mehr widerstehen. Also welche Frau „bedankt“ sich für einen Strauß Blumen mit Sex!?

  4. Habe beim Online-Artikel der taz, deren Autorin in die gleiche Kerbe schlägt, einen gutene Leserkommentar gelesen.
    Ich zitiere:

    „Gegen wen sollte sich ein etwaiger Vorwurf richten? Aus meiner Sicht allenfalls gegen die Männer, die Geschenke an die Partnerin/Angebetete vor allem als Mittel zum einschichtigen Zweck sexueller Gratifikation sehen, sowie an die Frauen, die diesen Mechanismus erst zum Funktionieren bringen, indem sie auf Geschenke entsprechend reagieren. Aber da frage ich alle Entrüsteten: Geht Euch das tatsächlich etwas an? Können die Betroffenen das nicht selbst entscheiden?“

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