Print it out baby – Kleidung mal nicht von der Stange

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Komplizierte Strukturen physisch herstellen? Was klinkt wie aus dem Science-Fiction-Film ist in der Medizin gängige Praxis. In der Industrie wurden 3D-Drucker aber bisher kaum eingesetzt. Das hat sich nun dank junger Designer und hipper Modelabel geändert.

Ganz zu Beginn haben sich ausschliesslich unerschrockene Designer wie Marloes ten Bhömer an dreidimensionale Produkte gewagt. Das waren häufig als synthetischen Polymeren hergestellte Accessoires. Mittlerweile können aber selbst komplizierte Formen aus Metall hergestellt werden. Individuell hergestellte Kleidungsstücke gewinnen zunehmend an Beliebtheit und werden nicht mehr nur von Kennern aus der Modeszene getragen.

Schon im letzten Jahr hat das Designerduo Continuum Fashion mit einem am Drucker produzierten Bikini für Aufsehen gesorgt. Er besteht aus mehreren hundert kleinen Plastikscheiben, die mit dünnen Nylonfäden verbunden sind. Selbst ein nachträgliches Vernähen ist nicht mehr erforderlich. Die neue Technik hat aber auch ihren Preis: Bis zu 300 Dollar muss man dafür schon auf den Tisch legen. Trotzdem ist davon auszugehen, dass durch die Verbesserung der Technik die Preise für solche Produkte geringer werden. Es wird also noch eine Weile dauern, bis man sich die Kleidungsstücke bequem zuhause selber ausdrucken kann. Bis dahin müssen wir uns auch weiterhin an die Warteschlangen der grossen Kaufhäuser stellen. Oder wir vertrauen dem Druckspezialisten.

 

 

 

 

 

 

 

Fotos Copyright by Ariel Efron

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