Red Bull Stratos – Werbung ist alles!


Ein Österreicher will die Schallmauer durchbrechen. Man muss schon blind und taub in einem sein, um dieses Medienspektakel zu ignorieren. Die Welt wartet auf den Sprung des 43-jährigen Österreichers Felix Baumgartner. Schon einige Male musste das waghalsige Unterfangen verschoben werden, wegen zu großer Gefahr durch Winde über der Wüste von New Mexico. Ob Baumgartner springt oder nicht, kann dem Sponsor Red Bull eigentlich mittlerweile egal sein. Insgesamt schätzt man den Werbewert dieses Ereignisses auf ca.5o Millionen Euro. Welche Großkonzerne könnten diese Werbekosten noch bezahlen?


Schon jetzt schaut die Welt auf ein Ereigniss, was noch gar nicht wirklich stattfand. Und bei jedem Zuschauen sieht man auch ständig das Red Bull Logo, der Brause, die Flügel verleiht. Der Red Bull eigene private Fernsehsender Servus-TV aus Österreich übertrug stundenlang die Operation Strato, obwohl der waghalsige Extremsportler noch nicht einmal gesprungen ist. Das gucken nur in Österreich schon 8,5 Millionen Einwohner und sie werden das Warten auf den Sprung auch weitere Male verfolgen. Dazu kommt noch die Handvoll Leute aus dem Rest der Welt, die diesen Hype mit Spannung mitverfolgen. Rund 200 Fernsehstationen übertrugen den Versuch am Dienstag. Red Bull hat ein geschätztes Marketing-Budget von 1,5 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu kommen einem die Kosten für den verrückten Sprung gar nicht mehr so hoch vor.


Der Meister, der hinter dem Marketing-Konzept steht ist Dietrich Mateschitz. Er hat das nach Gummibärchen schmeckende Getränk von Asien, wo es von LKW Fahrern als Wachmacher getrunken wurde, nach Europa gebracht. Mateschitz hat immer extrem in den Aufbau der Marke investiert und schon 2006 30 Prozent der Einkünfte ins Marketing gesteckt. Er hat nicht wie Pespsi- oder Coca-Cola teure Superstars  als Testimoniel verpflichtet, sondern auf eher unkonventionelle Disziplinen wie den Extremsport gesetzt und nach neuen, noch unbekannten Stars gesucht. Heute verschmelzen  wichtige Sportereignisse, die schön gefährlich aussehen mit dem Konzern Red Bull.

Dazu kommen Kulturveranstaltungen, die unter Titeln wie Red Bull Dance oder Red Bull Music laufen. Damit hat Mateschitz auf ein legal laufendes Guerilla Marketing gesetzt und ordentliche Erfolge damit erzielt. Das klebrige Produkt übertraf regelmäßig die Umsatzerwartungen seiner Produzenten. Erfolg verleiht Flügel und wird wahrscheinlich die Schallmauer der Marketing-Events schlechthin durchbrechen.


Red Bull Testsprung am 15.03.2012

Red Bull Supersonic Freefall – Stratos CGI


Falls Du auch in Zukunft nichts verpassen möchtest, Besuch unsere Facebook-SeiteGoogle+Twitter oder abonniert den RSS-Feed. Besten Dank.

Fotos © Joerg Mitter / Red Bull Stratos Newsroom, GettyImages & Red Bull

 

9 Kommentare

  1. Die Werbung läuft ja hoch und runter, besonders auf Servus.tv … seit wann gibt es den Sender eigentlich? Ist mir jetzt erst aufgefallen da man ja digitalisierungsbedingt auf DVBT umgestellen musste um nicht zu zahlen.

  2. Sorry, aber man spricht in Fachkreisen von rund 2 Milliarden € Werbewert. Die 50 Mio sind die Investition von Red Bull in ihr und Felix‘ Projekt…..

  3. er heißt Baumgartner und nicht Baumgärtner und „Didi“ Mateschitz Mister Red Bull der Sponsor weiß wen und was er sponsert, für mich ein geniales Marketing

Kommentiere den Artikel

Bitte gib deinen Kommentar ein!
Bitte gib deinen Namen hier ein