Sleepbox – die mobile Schlafbox am Moskauer Flughafen


Das russische Architektur- und Designbüro Arch Group hat die Sleepbox erfunden. Sie wurde in erster Linie für den Einsatz in Hostels und Flughäfen gebaut. Nun wurde ein Exemplar der mobilen Schlafbox auf dem Moskauer Flughafen aufgestellt. Wer viel durch die Gegend fliegen oder mal längere Wartezeiten aushalten muss, kann sich ein kleines Nickerchen in der Box gönnen. Auf knapp 4 qm findet man das wichtigste an Funktionen, so z.B. Steckdosen für Laptop und Ladegeräte, ein eingebauter LCD TV, WiFi, eine Klimaanlage und Licht. Unter den Bett findet man Platz, um sein Gepäck zu verstauen. Will man nach seiner gebuchten Zeit auschecken, wird die Bettwäsche automatisch gewechselt. Bezahlt werden kann dann am Terminal, wo man auch seinen elektronischen Schlüssel bekommt.



(via)

3 Kommentare

  1. Schlafboxen oder Minihotels sind seit langem ein interessantes Thema, und als Geschäftsidee hochinteressant. Mir persönlich würde es gefallen, meine Privatsphäre oder ein paar Stündchen meines Schlafes immer dann zu mieten wenn ich es bräuchte.
    Ohne ein zehntel eines durchschnittlichen Monatsgehaltes auszugeben, und eben Frühstücksräume, Parkplätze und auch nicht genutzte Stunden einer zur Verfügung gestellten Hotelinfrastruktur zu bezahlen, kann man mit solchen Raum in Raum Systemen gutes Geld und Nerven Sparen.
    Es stellt sich natürlich die Frage ob die angesprochenen Minihotelsysteme planerisch interessant sein werden. Als Konzeption mit Gewinnerzielungsabsicht werden in Flughäfen oder Bahnhöfen solche Boxen wohl eher als Gruppenstandorte separat vom restlichen Reisegeschehen auftreten. Mitten im Laufweg der Passagiere, wird wohl keines dieser Konzepte seinen Platz finden.
    Bedenkt man, dass eine der Hauptdaseinsberechtigung eines solchen Minihotels die Platzeinsparung ist, gibt es im Gegensatz zur starken Geschäftsidee des Konzeptes, konstruktiv einige Kritiken anzumerken. Stellt man beispielsweise die Sleepbox in Reihe, sind die Fenster versperrt und ein Zugang unmöglich. Architektonisch sind die sonst schön anzuschauenden Sleepboxen somit etwas eingeschränkt. Ob der vertikale Sprossenleitergang in das schmale Hochbett für den unsportlichen Ruhesuchenden noch interessant ist, könnte man hier ebenso als Kritikpunkt anführen, wie die Frage, ob man eine Holzbox hinsichtlich geltender Brandschutzvorschriften an den Flughäfen dieser Welt als geeigneten Aufenthaltsraum bezeichnen kann. Pfiffige Konstruktionen wie die Lösungen von den Deutschen Konstrukteuren von Stay2day oder auch das spanische Konzept von Dream and Fly mit integriertem Badezimmer scheinen wesentlich innovativer. Betrachtet man zum Beispiel das kürzlich veröffentliche „kleinste Hotel der Welt“ von Stay2day, das einen guten Aufenthaltskonfort mit hocheffizienter Raumausnutzung verbindet, wird schnell klar das sich auf dem Erfindermarkt der Minihotels noch einiges tun wird. Würde man zum Beispiel mit diesem Raumwunder ein Hotel mit 40 gut ausgestatteten Minnizimmern bauen, bräuchte man hier ca. 85,00m² Das können Napcab und Co bislang noch nicht! Solche Fakten wirken sich letztendlich dann auf den Preis und die Attraktivität des Produktes aus. Bezahlt man bei NapCabs, wie hier angegeben 10-14€/h, richten sich im Hause Stay2day in Berlin alle Betreiberüberlegungen auf 5€/h. Gutes Design und dadurch günstig im Betrieb ist hier bei den Berliner Designern das Motto.

    Gruß Alex

    • Hallo Alex,

      habe eine ähnliche Lösung in der Entwicklung, eine Art Baukasten (CABIN-HOSTEL).

      Wenn Du interessiert bist, dann melde dich, ich suche Mitstreiter / Teilhaber für ein
      100 Betten Projekt.

      Gruß Bernhard

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