So schnell hat man einen Shitstorm am Hals

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Welche Ausmaße Social-Media-Posts annehmen können und wie leicht das passieren kann, muss man sich immer mal wieder vor Augen führen. Erst diese Woche ging es Journalist Tobias Gillen so. Er machte zufällig ein Foto von zwei Sportwagen, die vor der Grünen-Zentrale in Köln parkten. Auf Behindertenparkplätzen. Einfach so, weil es ja in mehrfacher Hinsicht witzig wirkte, postete er es auf Twitter und Facebook. Erst kamen die normalen erwarteten Reaktionen.

Innerhalb von 24 Stunden verselbständigte sich allerdings die Situation dermaßen, dass Presse und Medien sich bei ihm meldeten. Gleichzeitig überschlug sich der Shitstorm gegen die Grünen, gegen Sportwagenfahrer, gegen Behinderte und gegen ihn selbst. Es kam zu Schlagzeilen wie „Luxus-Autos auf Behindertenparkplatz: Was steckt dahinter?“ und „Sportwagen vor Parteibüro: Die Grünen in der Ferrari-Falle“ und „Was machen denn diese Protz-Karren da?„. Letztendlich nahm Tobias Gillen die Posts von seinen Seiten, weil er den Hatern nicht weiter eine Plattform bieten wollte.

Eigentlich schlimm, oder? Ich bin immer wieder entsetzt, wie oft man im Internet auf richtig negative und boshafte Kommentare trifft. Manche Leute scheinen sich richtig zu freuen, wenn sie mal Gelegenheit finden, irgendwas oder irgendwen runterzumachen. Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Thema gemacht?

Photo Copyright Tobias Gillen / Twitter

2 Kommentare

  1. Man muss schon höllig aufpassen, was man in social networks postet. Ich denke Leute die dann so boshafte und persönliche Angriffe starten, sind Leute, denen es an Selbstbewusstsein mangelt, wenn sie jemand im „wahren“ Leben gegenüber stehen. Allerdings hätte ich diese Beobachtung vielleicht auch online gestellt, weil ich über das Bild einfach nur schmunzeln kann. Aber man muss eben immer mit allen Reaktionen rechnen…

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