So sieht Barbie in dick aus!

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Die dicke Barbie! Lustig sieht sie ja aus mit ihrem Triplekinn. Sie wurde von Plus Size Modelling bei Facebook verbreitet und von Worth1000.com entworfen. Ich denke, wenn sie zusätzlich zur normalen Barbie im Regal stünde, würden sie bestimmt viele kaufen. Nur schade, dass ihr die ganzen Klamotten dann nicht passen, die man vielleicht schon hat. Natürlich ging es hier mal wieder um die Diskussion, dass die dünne Barbie unrealistisch und ein schlechtes Vorbild für Kinder ist. Allerdings kann man auch ohne Essstörung dünn sein und dick ist in jedem Fall ungesund. Dann doch lieber die Barbie in realistischen Proportionen, die wir hier schon gesehen haben, obwohl ich die optisch weniger gelungen fand als die dicke hier! Die ist doch einfach super!

 

 

6 Kommentare

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die molligere Version der Barby Puppe sich sehr gut verkaufen würde. Es wäre schon toll, wenn sich das Schönheitsideal wieder mehr Richtung „normal und gesund“ statt „dürr und krank“ bewegen würde. Jedoch haben auch Kinder schon eine Vorstellung davon, was schon ist. Ich glaube nicht, dass ein Mädchen die dickere Variante der schlankeren bevorzugt, weil schon kleinen Mädchen das westliche Schönheitsideal vermittelt wird. Eigentlich traurig, welchen ungesunden Bezug die Mädchen somit zum Essen erhalten. Einerseits müssen sie heute den ständigen Versuchungen widerstehen, überall gibt es Fast Food und Süßigkeiten billig zu kaufen. Andererseits stehen sie unter einen enormen Druck, der Idealvorstellung einer Frau zu entsprechen. Die Barbie Puppe hat zu dieser Einstellung mit ihrer mageren, unrealistischen Figur sicher einen großen Beitrag geleistet.

  2. Kinder sollten sich überhaupt keine Gedanken um ihre Ernährung machen müssen. Wenn ein Kind schon auf sein Gewicht achtet, dann liegt das Problem eindeutig bei den Eltern und nicht bei Barbie! Außerdem weiß jedes Kind, dass Barbie eine Spielfigur ist, die eben so aussieht, wie sie aussieht, und kein echter Mensch. Ich halte diese ganze Diskussion für totalen Bullshit.

  3. „Allerdings kann man auch ohne Essstörung dünn sein und dick ist in jedem Fall ungesund.“

    Die Barbie wie sie bisher produziert und verkauft wird hat ja nicht nur „eine Essstörung“, sondern ist absolut einfach mal super unrealistisch gebaut. Übermäßig großer Kopf, übermäßig kleine Füße, krankhaft-schlanke Beine etc. Kurz: Die Barbie wie es sie gibt, könnte im Realen nie existieren, weil ihr Körper das nicht mitmachen würde.
    Die Barbie, die nun mit Übergewicht produziert werden soll, soll eben genau das zeigen. Es ist ebenso ungesund Übergewichtig zu sein und genauso ungesund bzw. nicht lebensfähig ist die Standard-Barbie, wie wir sie heute kennen, ja auch. Aber die Standard-Barbie stört uns ja nicht, weil „die sieht wenigstens hübsch aus“. Wir „haben ja im Allgemeinen nichts gegen Dicke, aber mit dreifach-Doppelkinn ist ja schon übertieben.“ (so oder so ähnlich lauten viele Kommentare zur „dicken“ Barbie)

    Also wieso diese ungesunde Lebensweise der „dicken“ Barbie verschmähen und die nicht-lebensfähige-Standard-Barbie gut finden?

    Liebe Julia und Jenny, diese Diskussionen sind kein „totale(r) Bullshit“. Es ist wichtig, dass es diese Diskussionen gibt. Das Problem liegt ganz einfach bei der Gesellschaft und was diese uns, als Erwachsenen, und unseren Kindern durch Werbung, vor allem aber durch Spielzeug -da fängts ja schließlich an- für Werte und Normen mit geben. Und wenn ihr als Erwachsene sagt: „Boah is doch kein Thema mit welcher dürren Barbie(/Topmodel Figur) meine Tochter/ mein Sohn spielt.“ Solange ihr ja euren Kindern mit auf den Weg gebt, wie ungesund die Barbie doch ist, aber spielen darf sie natürlich lieber mit der dürren, weil die dicke ja „nicht so hübsch“ sei. So oder so gebt ihr euren Kindern somit Ideale weiter. Und somit macht die Barbie-Industrie (/Topmodelz und was es sonst noch für heteronormative stereotype Spielfiguren gibt) weiterhin Profit, dank euch!

    Fazit: Barbie in normalen Proportionen produzieren. Das ist meiner Meinung nach die bessere Wahl! Ob etwas dicker oder schlank, ganz egal!

    • Selbstverständlich ist Barbies Kopf zu groß! Sie ist eine Puppe, bei der man auch die Haare kämmen kann und sowas! Regst du dich über jede Comicfigur mit unrealistischen Proportionen auch auf? Da hat man aber viel zu tun… Kein Mensch hat jemals gesagt, dass Spielzeug realistisch sein muss. Was für ein Bullshit.

      • haha :D nein ich rege mich nicht über jede comicfigur mit unrealistischen Proportionen auf, ich sage, dass diese Diskussionen kein Bullshit sind, sondern wichtig. Bezüglich der Proportionen wollte ich lediglich darauf verweisen, dass beide der dargestellten Barbies ungesunde Proportionen haben, da dies häufig nur bei der „dicken“ Barbie kritisiert wird.

        Ich kritisiere im Allgemeinen viele Werbemaßnahmen und Spielzeuge, die den Kindern (und uns) heteronormative, veraltete Werte übertragen. Wieso sollte denn die Barbie von vorneherein – bloß weil es sie schon immer so gibt und sie ja schließlich nur eine puppe ist (das ist keine begründung) – optimal für unsere Kinder sein? Damals gabs Barbie ja wenigstens noch in coolen Berufen wie zB Astronautin, Chirurgin, Tierärztin, Rockstar, Air Force Pilotin, Präsidentin, Computer Technikerin, Nachrichtensprecherin…
        Wohingegen man heutzutage Barbie nur noch kämmen, sie ankleiden, mit ihr shoppen oder feiern gehen kann. (korrektur wenn ich falsch liege) Barbie – geht sie heutzutage denn noch arbeiten?

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