„Spoiler-Alarm: Am Ende gewinnt Merkel“ – Die etwas anderen Wahlplakate in Berlin-Neukölln


Wem explodiert seit Wochen ebenfalls die Timeline mit Geh-wählen-Aufrufen aller Couleur? Das sind natürlich lobenswerte Hinweise, die uns von einem tristen, gleichgültigen Nichtwählerleben abhalten sollen, doch in der Masse wird das Ganze dann doch irgendwann erdrückend – vor allem wenn der Wink mit Zaunpfahl einfach nicht mehr ohne gleichzeitig erhobenen Zeigefinger auskommt. Wer et lieba een bischen fluffijer ham will, der kiekt sich dit ma an.

In typisch Neuköllner Art hat die Agentur „Super an der Spree“ etwas andere Plakate gegen das Nichtwählen in ihrem Kiez aufgehängt. Die Kampagne dürfte den einen oder anderen Schmunzler aus Passanten herauslocken und hoffentlich am Sonntag auch noch ein paar vom Hocker reißen, auf dass sie doch ihre Kreuzchen machen mögen. Find ick ma janz supa.

Diese Bundestagswahl droht vielen ziemlich egal zu werden. Dabei täuscht der Eindruck, dass es um nichts geht. An wenigen Orten wird das so deutlich wie an unserem Agenturstandort Neukölln. Hier vermischt sich Freitagsgebet mit rechtspopulistischer Zukunftsangst, aufstrebender Kreativwirtschaft und durchglobalisierten Expats.

Also tun wir als gute Neuköllner das, was wir am Besten können: ein bisschen zur Aufmerksamkeit für politische Teilhabe anstiften. Und wir tun das in der Sprache Neuköllns, damit bloß keiner einschläft.“




(via)

2 Kommentare

  1. Mega geile Kampagne! Damit sollte der eine oder andere aufwachen und sich bewusst werden worum es letzten Endes beim wählen geht. Weiter so und beste Grüße, Michael

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