Stahlberg und seine Terror-PR der Extraklasse

Ich glaube über die Aktion selber, die heute vom Regisseur Jan Henrik Stahlberg zu Werbezwecken seines neuen Films abgezogen wurde, brauche ich nicht mehr viel zu schreiben. Nur kurz: er hat zusammen mit einer Marketingagentur gezielt Informationen im Netz gestreut, welche von einem Terroranschlag in einer US-Amerikanischen Stadt berichteten. Und alle fielen darauf hinein. dpa, die Sueddeutsche, die Zeit … alle wurden durch gezielte Twitter-Einträge, vorproduzierten Aufnahmen eines fiktiven Fernsehsenders, Augenzeugenberichten usw. getäuscht. Wer nochmal genau nachlesen möchte, was passiert ist, wird hier auf Welt.de oder Sueddeutsche.de fündig.

Es war also alles nur Werbung für den bald in die Kinos kommenden Film „Shortcut to Hollywood“. Terror, Angst und Schrecken hat man verbreitet, ganze Nachrichtenagenturen an der Nase herumgeführt. Und das mit relativ wenig Aufwand und Mitteln.

Nur die Frage, dich sich im Nachhinein natürlich alle stellen: darf man so etwas? Grenzt es nicht an Geschmacklosigkeit, Nachrichten von Tod und Terror zu verbreiten, obwohl rein gar nichts passiert ist?

Aber das sind Fragen, die Herrn Stahlberg und die Marketingagentur herzlich wenig interessieren. Sie haben innerhalb eines Tages so viel Aufmerksamkeit bekommen, die sie jetzt gekonnt auf ihren neuen Film lenken können. Grandios inszeniert, perfekt organisiert und durchgeführt … das war PR vom aller Feinsten. Und die Frage nach der Moral muss jeder für sich selber beantworten…!

Und hier noch das sehr interessante Making-Of der Aktion, wo man sieht, wie ua.a Redaktionen über Telefon getäuscht wurden und einfach alles perfekt aufeinander abgestimmt war:

http://www.youtube.com/watch?v=XUHR2GR-6bQ

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