Tägliches Spektakel für Amsterdamer Radler und Fußgänger

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Als „echt niederländisches Spektakel“ bezeichnen die Architekten vom Büro Benthem Crouwel Architects ihren neuen Tunnel. Er verbindet die Amsterdamer City mit den Fähren am Ij im nördlichen Teil der Stadt. Rund 110 Meter lang ist die „Cuyperspassage“ lang, und rund 15.000 Pendler radeln und gehen hier täglich durch. Wer es nicht ganz so eilig hat, wirft einen Blick auf das Wandbild auf der Fußgängerseite: Dort gibt es auf über 77.000 Fliesen eine Schiffsflotte auf rauer See zu sehen. Und die sind etwas ganz Besonderes.

Über die Hälfte der Kacheln ist von der Künstlerin Irma Boom handbemalt. Inspirieren ließ sie sich von Maler Cornelis Boumeester. Seine Bilder entstanden um das Jahr 1700 in Rotterdam. Nur Kennern wird auffallen: Irma Boom tauschte das ursprüngliche Rotterdamer Wappen auf dem Heck eines Schiffs gegen das von Amsterdam aus. Boumeester würde es ihr sicher verzeihen – verbindet der Tunnel doch nicht nur zwei Stadtteile, sondern legt vielleicht auch die alte Fehde zwischen den Rotterdamern und Amsterdamern bei. Verkehrsprobleme dürfte es in der Cuyperspassage übrigens nicht geben: Eine Seite ist eigens für Fußgänger vorgesehen, die andere für Radfahrer. In der Mitte verläuft ein LED-Lichtband. Und vor Verkehrslärm sind beide gleichermaßen geschützt: Schalldämmendes Material sorgt im gesamten Tunnel für angenehme Ruhe.







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