Tempo gratuliert dem Playboy zum Geburtstag

Anlässlich des 40. Geburtstages des Playboy haben ja schon viele Unternehmen auf ihre eigene Weise gratuliert. Nun schließt sich auch Tempo an und tut dies ebenfalls in Printform. Zu sehen ein Taschentuch, ein kurzer Einzeiler, Logo, Hintergrund und fertig! Manche von euch denken sich sicherlich immer, dass Kreative doch eigentlich gar nichts wirklich machen müssen. Und ich sage: DOCH. Das beweist auch dieser kleine Dialog in einer Bar zwischen Bernd Mayer und Marcus Schmid, die das Werk kreiert hatten. Es zeigt nämlich, unter welchen Druck („Schnell muss es gehen, bei einem Bier, maximal zwei Stunden Zeit“) wir Designer stets arbeiten müssen:


„Hab heut erst in ‚Vice‘ gelesen, die geilsten Ärsche gibt’s beim Chirurgen … oder im ‚Playboy‘ … Was ist mit McDonald’s? Ohne Gurke. Wir schmeißen einen Cheeseburger aufs zerwühlte Bett, da zerknüllte Papier liegt am Boden und wir schreiben drüber: Wie immer, ohne Gurke. (…)  Was ist mit Duracell? Am Strand, rosa Karnickel sitzt beim Playmate-Bunny auf dem Schoß, sie schauen händchenhaltend verträumt in den Sonnenuntergang, Headline: ‚Never ending love‘. Oder ganz einfach, Bunny-Logo mit Knopf im Ohr, Headline: ‚STEIF?‘ reicht. Kann man machen. Jetzt was Politisches, stell dir doch bitte mal vor, die Merkel mit Ohren auf, Püschel, Fliege um. Headline: ‚Frohe Ostern!‘ Thema total verfehlt. Ist aber keine Marke, obwohl, für die Aprilausgabe? (…) Und was mit Metaphern, ‚Alice im Wunderland‘: In ‚Matrix‘ zum Beispiel scheribt Morpheus an Neo ‚Follow the white rabbit‘, dann steht doch dieser Mörderhase mit dem Tattoo vor der Tür, weißt du noch? Nein, und überhaupt, zu komplex, das versteht keiner. (…) Was ist mit BMW? Vergiss es, Mini, Hasenfalle … Hmmm, irgendwas mit ‚Hangover‘? Peter Fox, Schwarz zu Blau … Berlin, früh morgens, sabberndes Kamel mit Filzhut auf der Rückbank, er scheps am Steuer mit Bunny-Ohren und Zahnlücke im Cabrio, abgeschossen von ner Radarfalle … Zu aufwendig. Oder du siehst bloß die Ohrspitzen, Blasehase … Hör bloß auf!  (…) Ja, noch zwei Bier. – Appetit, genau, wie heißen die noch, Rügenwalder Mühle, oder? Häh? (…) Die längste Praline der Welt … Bullshit. Und wie wär’s mit Viagra, wir pressen das Playboy Logo in die Pille und schreiben: ‚Viagra fürs Hirn‘. Nee, Eye Candies. (…) Rammler. Was? (…) QR-Code, wir müssen was Digitales machen … Wow, schau dir bitte die an. Welche? Die mit den roten Hacken. Top. Was ist mit Schuhen, Highheels, Playmate ohne geht doch gar nicht. Jimmy Choo, oder wie heißt der noch … Louboutin? Nee besser Zalando, ich schrei vor Glück! (…) Und wenn wir was Kritisches machen? Public Awareness kommt immer gut bei den Löwen oder Nägeln … Mein Sohn hat mit seinen 13 Jahren auf dem Schulhof schon alles an hartem Material auf seinem Handy gesehen … ich setz ihn ‚Playboy‘ lesend auf den Schulhof … Früher war da noch mehr Fantasie gefragt. (…) Jetzt kommt’s. Irgendwie hat sich doch jeder Junge mal den ‚Playboy‘ vom Papa geschnappt und ist um die Ecke … Hahah das isses! Wir nehmen ein Tempo und kleben es rein. ’40 Jahre Playboy und Tempo sagt danke!‘ Noch zwei Bier bitte!“

(via)

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