TheHungerSite.com – echte Hilfe für die Dritte Welt?

Gerade bin ich mal wieder über die Seite “TheHungerSite.com” gestolpert. Durch Klicks auf Werbung werden Hilfsorganisationen unterstützt, die Lebensmittel in die verschiedenen Regionen bringen, um damit dem Hunger auf der Welt entgegen zu wirken. Wie bei vielen Dingen hört sich das natürlich erstmal äusserst sinnvoll an. Spenden, und auch noch ohne etwas dafür bezahlt zu haben. Dem Hunger auf Erden entgegen zu wirken und von unserem Überfluss ein wenig abzugeben. Eigentlich eine super Sache!

Doch wie bei allen Themen, gibt es auch hier mindestens eine andere Sichtweise, mit der man sich wenigstens mal beschäftigt haben sollte, bevor man Seiten und Projekte wie TheHungerSite.com unterstützt!

Dazu ein chinesisches Sprichwort:

“Wenn du einem Hungernden helfen willst, dann gebe ihm kein Fisch, sondern lehre ihm das Fischen!”

Denn kurzfristig wird er durch deinen Fisch zwar satt, langfristig bleibt er aber von dir abhängig, denn er ist nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Und sollte das das Ziel der westlichen Welt sein? Weitere Abhängigkeit der Dritten Welt gegenüber den vermeintlich reichen Staaten dieser Erde zu schaffen?

Ich möchte hier wirklich keine Antwort darauf geben, ob man Projekte wie TheHungerSite.com unterstützen sollte oder nicht. Das sollte jeder für sich entscheiden! Aber man sollte sich wenigstens auch mal mit einer anderen Sichtweise beschäftigen und auseinandersetzen, um daraus die für sich wirklich richtige Entscheidung treffen zu können. Denn es gibt, wie bei allem, immer auch eine andere Sicht der Dinge, die vielleicht nur manchmal etwas weiter weg scheint…!

3 Kommentare

  1. Aber es kann doch auch keine Lösung sein, einfach keine Hilfsgüter zu senden!! Auch wenn die Abhängigkeit grösser wird, den Menschen wird geholfen, und das ist, was zählt!

  2. @Jawl: Ich sage ja auch nicht, dass es schlecht ist! Aber wird den Menschen wirklich langfristig und nachhaltig geholfen, wenn man ihnen immer etwas zu Essen geben muss? Kurzfristig natürlich. Aber langfristig kann dies doch keine Lösung sein…!

  3. interessante seite, kannte ich noch nicht!

    grundsätzlich finde ich deine meinung ja ganz gut, nur liegt das problem noch viel tiefer! die dritte welt länder liegen mehr oder weniger in einem teufelskreis, der einfach keinen ausweg ermöglicht!

    die globalisierung und der freie handel den sie durch die weltbank – die ihnen krediten gewähren aber gewisse gegenleistungen haben wollen – aufgezwungen bekommen lassen doch nichts anderes zu als dass sie im wettbewerb mit den industrie staaten den kürzeren ziehen. schauen wir mal den gold export aus afrika an. bei dem erhandelten gewinn bekommen die gerademal 3%, den rest streift unsere super funktionierende weltwirtschaft ein! die leute verhungern neben riesen maisfeldern, weil der export der einzig ausweg scheint, sie aber gleichzeitig abhängiger macht und noch tiefer in die scheiße zieht!

    freier handel in dritte welt länder funktioniert einfach nicht. wir mussten auch selbst mal eine industrie aufbauen um dann jetzt die lohrbeeren davon zu tragen. geben wir denen nicht auch die möglichkeit sich selbst zu entwickeln, dann wird das nie was werden.

    die weltbank und wto lassen das meiner meinung nach einfach nicht zu, darum wird es in absehbarer zeit auch keine veränderung geben. schade eigentlich!

    glg°°

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