Thierry Henrys „Le Hand of God“ und seine Werbefolgen

Allen Fussballfans sei mir verziehen (ihr könnt direkt in den nächsten Abschnitt springen), aber für alle, die fussballtechnisch nicht so bewandert sind: Thierry Henry, französischer Nationalstürmer, hat vor gut einer Woche in einem Entscheidungsspiel gegen Irland eine spielentscheidende Torvorlage mit seiner linken Hand gegeben, worauf die Iren jetzt bei der WM 2010 nicht dabei sein werden. (Wer es nochmal sehen möchte)

Diese Aktion hat ihm, vor allem auch in Frankreich, wegen unfairem Spiels nicht gerade viele Sympathien eingebracht. Und als bisher gern genommener Werbeträger wird er sich in Zukunft wohl auch nicht mehr ganz so viele Werbeverträge unter den Nagel reissen können. Denn welches Unternehmen wirbt schon gern mit einem Spieler, der direkt mit Unfairplay in Verbinfung gebracht wird?!

Was aber mit den aktuellen Werbekampagnen, in denen Henry zu sehen ist? Ein schönes Beispiel: Blöderweise hält er auf der Promotionwebsite von Gillette einen Fussball in der Hand, auch noch in seiner linken. Klar, dass das dirket mit seiner Handvorlage in Verbindung gebracht werden könnte.

Also hat sich Gillette kurzfristig dazu entschlossen, Photoshop auszupacken und Henry den Ball in seiner Hand einfach wegzupinseln. Zwar hat er wie Roger Federer und Tiger Woods jetzt kein Sportgerät mehr in der Hand, aber das ist Gillette wohl eindeutig lieber, als dass man mit „Le Hand of God“ in irgendeiner Weise in Verbindung gebracht wird.

Die geänderte Version ist übrigens nur in Frankreich zu sehen. In Irland hält Henry weiter den Ball in der linken Hand.

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