Das Tagebuch der Mongol Rally von Tim & Lukas – Part 1

KlonBlog - 28. Aug. 2012 von Carina // 4 Kommentare

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Vor gut 2 Wochen haben The Dukes of Hessen ja die Mongol Rally erfolgreich überstanden. Der Klonblog ist dabei die ganze Zeit als Sponsor in Form eines Aufklebers mitgefahren. Nun hatten Tim und Lukas etwas Zeit sich von den langen Strapazen zu erholn, sich zu rasieren, an richtige Mahlzeiten zu gewöhnen und sich wieder in die Zivilisation einzufügen. Was sie auf ihrer abenteuerlichen und gefährlichen Reise mit Auto „Erwin“ alles erlebt haben, konnten wir euch schon kurz berichten. Nun wollen wir den Jungs aber selbst das Mikro in die Hand drücken. Schließlich kann niemand besser als sie selbst (be)schreiben, was bei so einen Trip alles abgeht. Viel Spaß beim Lesen der kleinen Anekdoten. Heute Teil 1:

„Warum fährt jemand mit einem Auto von England aus in die Mongolei? Andere junge Leute fliegen zum 17. deutschen Bundesland und feiern eine Woche lang. Gegenfrage: Warum soll ich Geld dafür ausgeben um am Strand zu liegen und mir Menschen, die ich nicht mag schön trinken und dann zuhause damit vor Leuten angeben die ich auch nicht mag ? Wir leben in eine der besten Zeiten der Menschheitsgeschichte um den kleinen Bruchteil Universum zu erkunden auf dem wir leben. Die Erde ist atemberaubend, man muss sie sich nicht schön trinken, sondern einfach nur richtig erleben und nicht den Schwachsinn fabrizieren den Fernsehen und Zeitschriften anbieten. Deswegen sind wir mit einem Auto durch 16 Länder gefahren, das die Erfolgschance einer Telekomaktie hatte. Letzteres haben wir erst mittendrin bemerkt, aber fangen wir vorne an: Mongol Rally nennt sich das Ganze und wird von Engländern veranstaltet. Das Prinzip der Rally: Man kauft sich ein kleines, unbrauchbares Auto und fährt damit in die Mongolei und versteigert das was davon ankommt für einen guten Zweck.

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Der Start ist in Goodwood und so wie es sich für England gehört verregnet. Natürlich campen wir mit den 200 anderen Teams vor Ort – das Einzige das trocken bleibt ist der Humor. Von da ab geht es dann Richtung Tschechien, wo nochmal ein zweiter Start für die restlichen Teams ist und wir Kurt treffen, der später mit uns in seinem Suzuki Alto im Konvoi fährt. Unser Auto Suzuki Liana, das wir liebevoll „Erwin der wüste Nippon“ nennen, hat bis dahin schon 4 mal mitten auf  der Autobahn versagt, womöglich ein Motorsensorproblem, ein- und ausschalten und es kann weiter gehen. Zur Sicherheit fahren wir einen Suzuki-Händler in Pilsen an, der aber keinen Fehler findet. Also geht es weiter – das Auto fährt und ist somit nicht kaputt. Auch 3 weitere Händler lassen wir das Auto durchchecken, da der Fehler immer wieder auftritt und wir viel Kühlwasser verlieren: Prag, Krakau, Rzeszów – keiner findet einen Fehler.

Mit einem unguten Gefühl und jede Menge Ersatzkühlwasser bahnen wir unseren Weg durch die schöne Slovakei. Beeindruckt von Landschaft fahren wir am gleichen Tag noch durch Ungarn, wo uns ein Bayer am Abend den Weg zum nächsten Hotel in Rumänien erklärt. Erst am Morgen erkennen wir den Zustand dieses Landes: die Infrastruktur hängt 50 Jahre zurück, permanent muss man Kutschen ausweichen und sich die unzähligen Melonenhändler vom Hals halten. Unser Auto überhitzt stark, wir müssen ab jetzt immer die Heizung anschalten um die Hitze abzuleiten, wodurch sich der Innenraum auf über 50°C erhitzt. Wir denken positiv und erhitzen unser Gulasch vom Metzger Abel an der Lüftung. Die Karpaten jedoch entschädigen den Aufwand und bieten ein alpenähnliches Naturschauspiel. Am Morgen fliehen wir aus einem grausigen Hotel und machen uns Richtung Moldawien.

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Wir verplanen schon den Abend in Odessa, jedoch wussten wir nicht, dass es in Moldawien noch ein kleines, nicht anerkanntes Land gibt: Transnistrien. Mitten im Nichts ist eine Grenze, an der wir 5$ pro Pass zahlen müssen. Kurz danach noch eine an der wir 13$ pro Auto  zahlen müssen und einen unnützen Wisch erhalten. Genervt fahren wir weiter, Odessa schaffen wir heute noch. Denkste. Wir werden von der Polizei angehalten, die uns angeblich mit 30km/h zu schnell erwischt haben will. Das Gerät ist nicht richtig eingestellt und zeigt an, dass wir in einer Sekunde von 70 auf 40km/h gebremst haben sollen – Physik ist nicht gerade die Stärke der Polizisten. Aber Abzocken: diese Raubritter behalten den Führerschein und verlangen 50$ „Presenta“. Wir handeln ihn auf 20$ runter und sehen an seinem Lächeln, dass es immer noch zu viel war. Egal, Odessa wir kommen. Denkste. Bei der Ausreise will man uns weiß machen, dass wir uns illegal dort aufhalten, da wir keinen Ausreisestempel von Moldawien haben. Jungs – ihr seid ein nicht anerkanntes Land, da gibt es keinen Stempel!

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Wir werden von mehreren bewaffneten Grenzpolizisten in einen dunklen, unbewachten Raum geführt und dort erklärt man uns im gebrochenen Englisch: „We no korrupt – but we like presenta!“. Die wollen 20$ pro Pass. Wir handeln auf 10$ runter und zahlen es mit einem verkrampften Lächeln. Auf einmal geht alles ganz schnell. Unsere Pässe werden in kürzester Zeit bearbeitet und die Zöllner scheuchen uns in die Ukraine. Dort wo man uns sagte, dass wir viel Schmiergeld zahlen müssen klappt alles reibungslos. Nachts fahren wir dann Odessa rein auf Straßen, die keine Bodenwellen, sondern Bodentsunamis haben. Wir lassen das Fernlicht aus, damit wir die schlechten Straßen gar nicht erst sehen. In der Nacht nehmen wir uns ein Hotel und erkunden am nächsten Tag ausgeruht die Stadt. Odessa ist beeindruckend kontrastreich, doch viel interessanter sind die Frauen, die wohl Steuern für Stoff zahlen müssen. Bevor wir wieder etwas zahlen müssen fahren wir weiter, 500km durch Wüstengebiet. Am Abend campen wir direkt am Schwarzen Meer und am nächsten Morgen gehen wir darin noch eine Runde baden.“


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